Inhaltsverzeichnis: Stand Januar 2013
  • Sportkonzept
  • Medienkonzept „Lernpyramide Computer“
  • Konzept Sprachförderung
  • Unsere Schulbücherei 
  • Konzept zur Hochbegabung (besondere Begabungen)
  • Erziehungskonzept (Prosoziales Verhalten, Gewaltprävention)
  • Beratungskonzept
  • Förderkonzept
  • Informationskonzept
  • Vertretungskonzept
  • Qualifizierungskonzept
  • Sicherheits- und Gesundheitskonzept
  • Konzept zur Einrichtung einer "offenen Garnztagsschule"
  • Arbeitsgemeinschaften
  • Beteiligung der Schülerinnen und Schüler am Schulleben

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Sportkonzept

  • An unserer Schule wird die sportliche Bewegung der Kinder in den Vordergrund gestellt.
  • Angebot von verschiedenartigen Pausenspielgeräten (Spielehäuschen) Organisation durch die 4. Klassen
    Schulhof mit Klettergerüst, Schaukelanlage, Balanciermöglichkeiten, großem Fußballplatz, Wippen etc.
    Angebot/Durchführung von Sportförderunterricht
    Jährliche Teilnahme am Hössenlauf in Westerstede
    Vorbereitung auf und Abnahme von Laufabzeichen
    Teilnahme am Zwischenahner Meerlauf,
    Teilnahme am Volkslauf in Ofen,
    Teilnahme am jährlichen Spielefest in Petersfehn
    Teilnahme der 4. Klassen am Sportabzeichen-Tag
    Durchführung eines alternativen Sportfestes zu den Bundesjugendspielen an der Grundschule am Wiesengrund
    F.I.S.T. für die Schüler/innen der 4. Klassen.

    Durchgeführte Maßnahmen 2007/2008/2009/2010/2011/2012:
    Sportförderunterricht,
    Teilnahme am Hössenlauf,
    Teilnahme am Spielefest in Petersfehn,
    Teilnahme am Fußballwettbewerb in Westerstede,
    Teilnahme am Fußballwettbewerb für Mädchen,
    Durchführung eines alternativen Spielefestes in der Grundschule,
    AG F.I.S.T. Angebot der Kinder der Klassen 3 und 4,

Medienkonzept „Lernpyramide Computer“

Nach einer zweijährigen Erprobungsphase wurde im Januar 2002 das Medienkonzept entwickelt und erprobt. 

Anfängliche Ergebnisse waren:

  • Die Arbeit am Computer ist eine zusätzliche Motivation sich mit Lerninhalten zu befassen.
  • Individualisierte Lernprozesse sind durch Computereinsatz mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden möglich. Ruhiges konzentriertes Arbeiten wird gefördert.
  • Wichtige Grundfertigkeiten am Computer werden erlernt.
  • Jedes Kind unserer Schule soll Fertigkeiten erlernen, sinnvoll mit dem Computer umzugehen. Mit dem Erwerb des PC-Führerscheins werden diese erlernt und abgefragt.
  • Pro Woche steht jeder Klasse der Raum mindestens zwei Stunden lang zur Verfügung, in einer Deutsch- und einer Mathematikstunde. Eltern sind als Helfer für die Stunden sehr willkommen.
    Es wird nicht erwartet, dass die Kinder einen PC bzw. einen Internetzugang zu Hause zur Verfügung haben.
  • Wir arbeiten mit wenigen Lernprogrammen (Lernwerkstatt, Oriolus M/D, Fara und Fu, Denken und Rechnen, diese werden aber intensiv genutzt.
  • Alle Computer im Computerraum und in den Klassen- und Fachräumen haben Internet-Zugang, sodass sie auch sinnvoll zur Informationsbeschaffung genutzt werden können.
  • Das Lesemotivationsprogramm „Antolin“ kann sowohl in den PC-Stunden bearbeitet werden, als auch von zu Hause aus.
    Der PC wird damit mehr als ein Arbeitsgerät, das einem sofortige Rückmeldung über die Arbeitsergebnisse geben kann.
  • In Computer-AGs können darüber hinaus weitere Fertigkeiten erworben werden.
  • Derzeit wird an einer Erweiterung des Konzeptes „mobiler Einsatz von Computern“im Rahmen des n-21 Programmes gearbeitet.

Durchgeführte Maßnahmen im Schuljahr 2007/2008/2009/2010/2011/2012:

  • Sämtliche Computer und Bildschirme wurden durch neue ersetzt, zudem wurden 2 neue Arbeitsplätze eingerichtet (jetzt 14). Die Kosten in Höhe von 13.000,00 € verteilen sich wie folgt: 5.000,00 € vom Förderverein der Schule, 6.000,00 € vom Schulbudget der Gemeinde, 2.000,00 € als einmalige Zuwendung von der Gemeinde Bad Zwischenahn.
  • Jede Klasse hatte zwei Unterrichtsstunden (Deutsch/Mathematik) im Stundenplan ausgewiesen. Durch Werbung unter der Elternschaft konnte auch weiterhin die Zahl der freiwilligen Helfer aufrechterhalten werden.
  • In den Klassen gab es wieder die Möglichkeit den Computerführerschein zu erwerben.
  • Inzwischen sind in allen Klassen Internetzugänge installiert und funktionsfähige Computer. Die Kosten von etwa 8.000,00 € wurden über das Programm n-21 finanziert.
  • In Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg wurde von 2 Studenten den Schülern ein Fortbildungsangebot zum Verständnis wie das Internet funktioniert in den Klassen 4a und 4b durchgeführt.

Konzept Sprachförderung - Schlüsselqualifikation Sprache

Zweitspracherwerb und Sprachförderung - Basiswissen

Auf die enge Abhängigkeit zwischen schulischer Leistungsfähigkeit und der Beherrschung sprachlicher Mittel wird in allen Lernstandsbeschreibungen hingewiesen. Kinder und Jugendliche mit einem Migrationshintergrund schneiden in fast allen Untersuchungen seit Jahren besonders schlecht ab. Aber auch einsprachig aufwachsende Kinder und Jugendliche bringen aus ihrem Elternhaus nicht immer die erforderlichen Voraussetzungen mit, um den bildungssprachlichen Anforderungen in der Schule gerecht zu werden.

Auch wenn einsprachig oder zweisprachig aufwachsende Kinder und Jugendliche in der Beherrschung der deutschen Sprache ähnliche Schwächen und Unzulänglichkeiten aufweisen, kann nicht davon ausgegangen werden, dass die sprachliche Förderung für beide Gruppen die gleiche ist.

Der Prozess des primären Spracherwerbs von einsprachig und zweisprachig aufwachsenden Kindern Sprachförderung in der Grundschule am Wiesengrund weist besondere Merkmale auf, die zu einem unterschiedlichen Vorgehen bei einer sprachlichen Förderung führen (können).

So leben mehrsprachig aufwachsende Kinder in der Regel in einer Situation, in der sich die sprachlichen Angebote ihrer Umgebung nicht nur auf eine Sprache beziehen. Die mit ihnen kommunizierenden Personen, aber die die Themen sind nicht nur einer Sprache zugeordnet, wie das bei einsprachig aufwachsenden Kinder der Fall ist, sondern auf zwei oder mehrere Sprachen verteilt. Der zeitliche Umfang, aber auch der Umfang der zu erlernenden sprachlichen Mittel ist für die Kinder dadurch unterschiedlich ausgeprägt.

Zum anderen unterscheidet sich die deutsche Sprache, die die Kinder lernen, in unterschiedlicher Ausprägung linguistisch von ihrer Herkunftssprache. In vielen Sprachen gibt es kein Artikelsystem, keine Komposita, Präfixverben und Satzklammern. Dadurch kann es in einem mehrsprachigen Spracherwerb zu Sprachmischungen und eigenwilligen grammatischen Strukturen und auch abweichenden Wortbedeutungen kommen, die aber nichts mit einer Sprachstörung zu tun haben.

Auf der anderen Seite erwerben mehrsprachig aufwachsende Kinder und Jugendliche, da sie es ständig mit mindestens zwei Sprachen zu tu haben, früh die Kompetenz, funktional und flüssig von einer in die andere Sprache (Code Switching) zu wechseln. Diese meist unbewusste Kommunikationsstrategiekann z.B. bei einer sprachlichen Förderung dann genutzt werden, wenn es um das Bewusstmachen von sprachlichen Strukturen oder um die Erweiterung des Wortschatzes geht.

Eine zielgerichtet Sprachförderung sollte diese Wissen um unterschiedliche Sprachaneignungsprozesse von Kindern in der Erst- und Zweitsprache bei der Diagnose der sprachlichen Kenntnisse berücksichtigen. Da es nur wenige standardisierte Diagnoseinstrumente gibt, die den sprachlichen Entwicklungsstand von zweisprachig aufwachsenden Kindern und Jugendlichen aufzeigen, werden für eine zielgerichtete Zweitsprachförderung zusätzliche Beobachtungsinstrumente nötig sein.

Sprachförderung von der frühkindlichen Sprachförderung bis zur Sekundarstufe

Die frühkindliche Sprachförderung legt den Grundstein für einen erfolgreichen Start in den Bildungsalltag. Sprachförderkonzepte, die eine diagnosebasierte systematische Sprachförderung mit einem Literacy-Konzept verzahnen, das die aktive Mitarbeit der Familien einbezieht, haben sich für diese Altersgruppe las sehr erfolgreich erwiesen.

Die vorschulische Sprachförderung zielt auf Grundlagen für den Schriftsprachenerwerb ab, richtet sich auf die Entwicklung des Hörverstehens und stellt die sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten in den Mittelpunkt.

In der Primarstufe unterstützt die Sprachförderung die Entwicklung des Schriftspracherwerbs. Anknüpfend an die Vorläuferfertigkeiten aus der vorschulischen Förderung sollen sich die sprachlichen Kompetenzen Lesen und Schreiben so ausbilden, dass die Voraussetzungen, die nötig sind, um bildungssprachliche Kompetenzen zu erwerben, geschaffen werden.

Der Unterricht stell von Schuljahr zu Schuljahr höhere bildungssprachliche Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler.

In einem individualisierten Fachunterricht, der zum Ziel hat, an den unterschiedlichen Leistungen und Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler anzusetzen, wird die Lehrkraft den sprachlichen Kenntnisstand der Klasse einschätzen und die sprachlichen Anforderungen des Lerngegenstandes kennen müssen. Erst ein solcher sprachsensibler oder sprachbewusster Unterricht ermöglicht es allen Schülerinnen und Schülern, sich erfolgreich am Unterrichtsgeschehen zu beteiligen. Diese notwendige Aufgaben, die dem Fachunterricht zu kommt, wird jedoch ohne eine zusätzliche Qualifikation der Fachlehrkräfte im Bereich Sprache nicht gelingen.

Sprachförderung als zusätzliche Lernzeit

Schülerinnen und Schüler, die den sprachlichen Anforderungen auch in einem sprachsensiblen Unterricht nicht gerecht werden können, brauchen zusätzliche Lernzeit, Übungs- und Festigungszeiten, um den Anschluss an den sprachlichen Leistungsstand der jeweiligen Lerngruppe zu bekommen. Diese Förderung erfolgt auf der Grundlage einer Diagnose und wird nach einem festgelegten Förderzeitraum überprüft. Diese additive Sprachförderung wäre an unserer Schule vor dem Schulbeginn (7:45 Uhr bis 8:00 Uhr), in der Ganztagsschule oder in Projektzeiten denkbar. Damit es nach einer intensiven additiven Sprachförderung nicht zu einem sog. Drehtüreneffekt kommt, d.h. die Lernerfolge nach dem Ausscheiden aus der Förderung wieder zurückgehen, werden Schülerinnen und Schüler nach einer erfolgreichen zusätzlichen Förderung auch im Regelunterricht weiterhin sprachlich unterstützt. Die Lehrkraft beobachtet den sprachlichen Lernprozess, dokumentiert ihn und organisiert notfalls weitere zusätzliche Fördermaßnahmen.

Entwicklung und Umsetzung unseres Sprachförderkonzepts

Bestandsaufnahme - Sprachförderung in der Grundschule am Wiesengrund

Zunächst verschaffen wir uns einen Überblick darüber, von welchen Voraussetzungen, die für die Erstellung eines spezifischen Sprachförderkonzepts wichtig sind, ausgegangen werden kann. Abgefragte Themenbereiche sind: bestehende Maßnahmen zur Förderung in Deutsch als Zweitsprache, herkunftssprachlicher Unterricht durch Herrn Aykoc, Qualifikationen der Lehrkräfte, Ressourcen der Schule, Fortbildung bzw. Qualifizierungsbedarf.

1. Sprachen in der Schule

1.1. Anzahl der Schülerinnen und Schüler: 200

Davon sprechen Deutsch als Erstsprache: 182

1.2. Anzahl der Lehrerinnen und Lehrer: 13

Davon sprechen Deutsch als Erstsprache: 13

1.3. Anzahl der als Herkunftssprache gesprochenen Sprachen: 8

1.4. Folgende Sprachen werden gesprochen

Deutsch Kurdisch Polnisch
Albanisch Türkisch Russisch
Französisch Afrikanische Sprache Spanisch
Dari/Farsi (Iran) Griechisch Portugiesisch
Englisch Italienisch Serbisch

1.5. Anzahl der Kinder, die am Unterricht in Herkunftssprachen teilnehmen.

In: Kurdisch 0

1.6. Dieser Unterricht findet statt:

o während des Religionsunterrichts; o vordem RU; o im Anschluss an den RU, o während anderer Fächer:_________________

1.7. Der Unterricht ist verzahnt mit dem Religionsunterricht durch:

o inhaltliche Abstimmung; o sporadische Projekte; o andere, nämlich:_____________________________

2. Förderunterricht

2.1. Die Sprachförderung ist im Schulprogramm verankert:

x ja, und zwar mit dem Schwerpunkt: Deutsch als Zweitsprache; o nein

2.2. Anzahl der zugewiesenen Stunden für die Sprachförderung: 5 h

Davon werden für die Förderung zurzeit genutzt: 5 h

2.3. Klassenstufen, in denen die Stunden erteilt werden. Umfang der Stunden pro Woche: 3

x 1; x 2; o 3; o 4

2.4. Anzahl der Kinder, die sprachlich gefördert werden.

18 integrativ

10 additiv

2.5. Anzahl der Kinder, die sprachlich gefördert werden:

o während des Religionsunterrichts; o nachmittags; vor dem RU; x BetreuungVGS/GTS; o im Anschluss an den RU

2.6. Anzahl der Lehrkräfte für die Sprachförderung insgesamt:

x Zusatzausbildung Uni; o Herkunftssprachliche Lehrkräfte (HKS); x DaZ- Fortbildung

2.7. Kooperationsformen, die überwiegend genutzt werden:

x Teamarbeit im Unterricht (Doppelbesetzung); x Regelmäßige Absprachen; o spontaner Austausch; o andere Formen, nämlich: _________________; o keine

2.8. Die Förderung wird überwiegend dokumentiert:

x im individuellen Förderplan; o in einem pädagogischen Tagebuch; o in anderen Formen, nämlich:___________________

3. Fortbildung des Kollegiums als Qualifizierungsmaßnahme

3.1. Schulinterne Fortbildung

x Anzahl der auf Sprachentwicklung bezogenen Konferenzen im laufenden Schuljahr: 4; o Anzahl anderer Formen, die sich auf Sprachentwicklung beziehen, nämlich_______________

3.2. Externe Fortbildung

Anzahl der Lehrkräfte, die im laufenden Schuljahr an einer Fortbildung zur Sprachentwicklung teilnehmen: offen

Davon:

im Jahreskurs: ________; in Wochenendseminaren:__________; in anderen Formen, nämlich:____________;

Zielfindung und Zielformulierung:

Basisfragen zur Zielfindung und Zielformulierung sind:

  • Was ist der Sinn und Zweck der Fördermaßnahme?
  • Wer gehört zur Zielgruppe und wie ist die Ausgangslage?
  • Welches Ergebnis soll in welchem Bereich mit der Fördermaßnahme erreicht werden?
  • An welchen Indikatoren kann der Erfolg gemessen werden?

    Woran soll im nächsten Schuljahr gearbeitet werden?

    (Inhalte, Arbeitsvorhaben, die schon bestehen und die man verändern oder neu angehen will)

    a) Sprachförderung in den DU integrieren

    b) additiver Unterricht in Betreuungszeit oder GTS

    c) Neues Sprachförderkonzept erproben

    Welche Ziele verfolgen wir damit?

    a) Integration der Migrantenkinder

    b) bessere Chancen bei der Schullaufbahnempfehlung in die RS/Gym zu wechseln

    c) Unterstützung der Familien mit Sprachproblemen

    Womit beginnen wir?

    Sprachförderkonzept umsetzen

    Woran können wir anknüpfen, was ist schon gelaufen?

    DaZ wurde im vergangenen Schuljahr mit 4 Stunden pro Woche unterrichtet.

    Vorliegendes Sprachförderkonzept.

Verankerung in innerschulische Strukturen

Damit die Maßnahmen zur Sprachförderung nicht auf der Ebene individuellen Engagements bleiben sondern verlässlicher Bestandteil des Schulprofils werden muss die Sprachförderung institutionell verankert werden.

Dabei gibt es folgende Möglichkeiten:

x Additive Sprachförderung am Nachmittag im Rahmen der Ganztagsschule

x Additive Sprachförderung am Nachmittag gleich im Anschluss des regulären Unterrichts

o Additive Sprachförderung vor Beginn des Unterrichts

x Förderband im Fach Deutsch mit dem Förderschwerpunkt „Lesen“ unter Einsatz von Eltern oder Lesepaten der Schule

x Förderband im Fach Deutsch als jahrgangsübergreifende Maßnahme

Qualifizierung von Förderlehrkräften: Wie kann Sprachförderarbeit erfolgreich sein?

Eine Förderlehrkraft sollte in folgenden Bereichen kompetent sein:

  • Umgang mit diagnostischen Verfahren als Grundlage einer systematischen Sprachförderung
  • Erstellung individueller Förderplane sowie der Umgang mit diesen Plänen im Schulalltag, die Durchführung einer diagnosegestützten und individuellen Sprachförderung – Evaluation des Lernerfolg nach einer durchgeführten Fördereinheit; ohne diese kann nicht zielgerichtet am sprachen Entwicklungsstand weitergearbeitet werden.

Individueller Förderplan

Überlegungen zur Förderplanung für:__________________________ Klasse:_____________

Sprachlicher Entwicklungsstand

Die Schülerin/der Schüler hat einen ausgeprägten Förderbedarf

o in Deutsch                  o in Deutsch als Zweitsprache      o in ____________ (Herkunftssprache)

 
Folgende Kompetenzen sollen erweitert werden:
Aufgabenbewältigung

o Aufforderungen und Arbeitsanweisungen verstehen

o den Inhalt von Hörtexten verstehen

o Sachverhalte verständlich darstellen

o Geschichten nacherzählen

o ___________________________________

o ___________________________________

Wortschatz

o Wortschatz erweitern, insbesondere die Anzahl der Verben

o Wortschatz erweitern, insbesondere andere Wortarten

o Wortfelder erweitern

o Fachbegriffe verstehen und nutzen

o ___________________________________

Gesprächsverhalten

o möglichst flüssig und deutlich sprechen

o sich an Gesprächsregeln halten

o sach- und partnerbezogene Dialoge führen

0 sich auf Aussagen anderer Gesprächsteilnehmer beziehen

o Umgangs- und Standardsprache unterscheiden

o sprachliche Vorbilder aufnehmen und nutzen

o in Gesprächssituationen auch selbst die Initiative ergreifen

o ___________________________________

o___________________________________

Grammatische Konstruktion

o Im Satzzusammenhang überwiegend richtig flektieren

o verschiedene Möglichkeiten der Satzbildung nutzen

o zutreffende Zeitformen des Verbs gebrauchen

o Wortbildungsverfahren kennen und anwenden

o ____________________________________

o ____________________________________

Weitere Bereiche der mündlichen Sprache, nämlich:

o __________________________________

Bemerkung:

Vorläuferfertigkeiten für den Schrifterwerb

Überlegungen zur Förderplanung für ___________________________ Klasse: _________________

Die Schülerin/der Schüler hat einen ausgeprägten Förderbedarf

o in Deutsch                  o in Deutsch als Zweitsprache      o in ____________ (Herkunftssprache)

 
Folgende Kompetenzen sollen erweitert werden:
Phonologische Bewusstheit im weiten Sinne

o Silben erkennen und rhythmisch sprechen können

o Reime erkennen

o Wörter nach ihrer Länge einschätzen

o von der Bedeutung der Wörter absehen und auf formale Aspekte achten

o ___________________________________

o ___________________________________

Visuelle und auditive Analyse, Gedächtnisleitung:

o Kurzzeitgedächtnis: sprachliche Einheiten (Silben, Wörter) merken

o Langzeitgedächtnis: Buchstaben, Zahlen, Farben schnell benennen

o Wort aus einer Reihe von Wörtern rasch identifizieren

o Wörter, auch Pseudowörter, nachsprechen

o visuelle Wortstrukturen erkennen („utt“ in Butter)

o ___________________________________

o ___________________________________

Phonologische Bewusstheit im engen Sinne

o Einzellaute erkennen

o An- und Auslaute von Wörtern herausfinden

o Laute zu Wörtern verbinden

o Vokallänge bestimmen

o Laute durch andere ersetzen

o Buchstaben und Laute zuordnen

o ___________________________________

o ___________________________________

Bei Schülern, die Deutsch als Zweitsprache erwerben, außerdem:

o lautliche Unterschiede zwischen den (eigenen) Sprachen erkennen (Laute und Lautkombinationen)

o Differenzen zwischen Lauten der Zweitsprache und den vertrauten Lauten der Erstsprache erkennen

o ___________________________________

o ___________________________________

Lesen

Überlegungen zur Förderplanung für______________________________________ Klasse: ________

Die Schülerin/der Schüler hat einen ausgeprägten Förderbedarf

o in Deutsch                  o in Deutsch als Zweitsprache      o in ____________ (Herkunftssprache)

 
Folgende Kompetenzen sollen erweitert werden:  
Entwicklung des vorlagegetreuen Lesens:

o Phonem-Graphem-Korrespondenz festigen

o Verlesungen bemerken und Korrekturen vornehmen

o kurze, bekannte Wörter korrekt aussprechen

o altersgemäße Texte flüssig und verständlich vorlesen

o __________________________________

o __________________________________

Herausbildung unterschiedlicher Lesestrategien

o Wörter gliedern (in Silben, Bausteine wie Vorsilbe, Stamm, Endung)

o Wörter aus dem Kontext erschließen

o Erschließungsstrategien kennen und anwenden (z.B. Fragen an den Text stellen, Vermutungen anstellen)

o Begriffe im Wörterbuch nachschlagen

o ___________________________________

o ___________________________________

Erhöhung der Lesegeschwindigkeit

o allgemeinen Wortschatz erweitern

o Fachwortschatz aktivieren

o bekannte Wörter „auf einen Blick“ erfassen

o größere Sinneinheiten erfassen

o zeilenübergreifend lesen

o Vermutungen für das Lesen nutzen

o _________________________________

o _________________________________

Entwicklung des Leseverständnisses

o Informationen aus einem Text herausfinden

o Textgliederung erkennen und wichtige Aussagen sammeln

o Schlussfolgerungen ziehen

o Beziehungen zwischen Textteilen herstellen

o Sachwissen zum Verständnis des Textes nutzen

o ____________________________________

o ____________________________________

Andere Bereiche des Lesens, nämlich

o ___________________________________

o ___________________________________

Bemerkungen:

o ___________________________________

Schreiben und Rechtschreiben

Überlegungen zur Förderplanung für______________________________________ Klasse: ________

Die Schülerin/der Schüler hat einen ausgeprägten Förderbedarf

o in Deutsch                  o in Deutsch als Zweitsprache      o in ____________ (Herkunftssprache)

 
Folgende Kompetenzen sollen erweitert werden  
Entwicklung der alphabetischen Strategie

o Buchstaben in der richtigen Lautfolge anordnen

o Buchstaben den Lauten zuordnen

o ähnliche Laute sicher unterscheiden

o Länge von Vokalen unterscheiden

o komplexe Wörter gliedern

o _________________________________

o _________________________________

Entwicklung der morphematischen Strategie

o Wörter nach Morphemen (Vorsilbe, Stamm, Endung)durchgliedern

o Auslautverhärtung durch Verfahren ableiten (Plural bilden, etc.)

o Umlaute durch Verfahren erkennen (Singular bilden)

o Morpheme in verwandten Wörtern erkennen

o ___________________________________

o ___________________________________

Entwicklung der orthographischen Strategie

o besondere Buchstaben unterscheiden (z.B. st-sch, v-f)

o Kürze- und Längebezeichnungen beachten

o besondere Buchstabenverbindungen im Wort merken

o Verfahren zur Ableitung von Länge- und Kürzebezeichnungen anwenden (verlängern: roh- rohe)

o __________________________________

o __________________________________

Entwicklung der Textkompetenz

o richtig und methodisch sinnvoll von einer Vorlage abschreiben

o verständliche Texte erfassen

o Texte überarbeiten

o unterschiedliche Textsorten verfassen

o ________________________________

o ________________________________

Andere Bereiche des Schreibens/Rechtschreibens, nämlich

o ___________________________________

o ___________________________________

Bemerkungen:

o __________________________________

Unsere Schulbücherei

Lesen ist eine der Grundfertigkeiten unserer Kulturtechniken und hilft den Kindern in ihren geistigen und seelischen Entwicklungen zu selbstbewussten, aufgeklärten aktiv an der Gemeinschaft teilnehmenden Bürgern heranzuwachsen.

Im Jahre 2002/2003 ließ es die räumliche Situation zu, in einem Klassenraum unserer Schule eine Schülerbücherei einzurichten. Es entstanden in einer leseanregenden Umgebung folgende Kategorien

  • Erstlesen
  • Abenteuergeschichten
  • Lektüre für gute Leser
  • Sachbücher
  • Bilderbücher
  • Englische Bilderbücher

Der Bestand wurde durch Spenden des Fördervereins der Schule und einzelner Familien immer wieder erweitert. Mit der Schulbücherei wollen wir gezielt die Lesefertigkeiten, Lesefähigkeiten und Motivation fördern.
Schüler der 4.Klassen sind für die Ausleihe und Ordnung in der Bücherei verantwortlich. Sie leiten sich gegenseitig an und geben die Aufgaben klassenweise weiter. Damit wird ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Schüler erreicht.

Durchgeführte Maßnahmen im Schuljahr 2007/2008/2009/2010/2011/2012:

  • Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 4 waren für die Ausleihe und Ordnung der Bücherei verantwortlich.

Konzept zur Hochbegabung (besondere Begabung)

Kooperationsverbund Hochbegabung Westerstede 1: (Gymnasium Edewecht-Bad Zwischenahn, Grundschule Friedrichsfehn, Grundschule Ofen und Grundschule am Wiesengrund Bad Zwischenahn) Stand Januar 2013

Bitte beachten Sie die Broschüre des Kultusministeriums Niedersachsen "Begabungen erkennen und fördern. Kooprerationsverbünde niedersächsischer Schulen und Kindertageseinrichtungen." hier zur Download bereit

Entwurf: Diskussionsstand des KOV Westerstede 1

Zur Geschichte des Kooperationsverbundes

Der Kooperationsverbund besteht seit dem Schuljahr 2006/2007. Die Mitglieder des KOV Westerstede 1 sind: das Gymnasium Edewecht-Bad Zwischenahn, die Grundschule Friedrichsfehn, die Grundschule am Wiesengrund und die Grundschule Ofen.

Ausgangssituation

Wissenschaftliche Untersuchungen besagen:

  • „es gibt ca. 2 Prozent besonders begabte Schüler/innen eines Jahrgangs; dabei ist Begabung in verschiedenen Leistungsbereichen zu finden (intellektuelle, soziale, musikalische, kreative, psychomotorische Begabung)
  • Die begabtesten Schüler/innen lernen oft am wenigsten und haben nach Ablauf eines Schuljahres relativ wenig neues Wissen hinzugewonnen (Winnebrenner, 1992)
  • Begabte Schüler/innen lernen nicht nur von Lehrern, sondern auch und besonders von anderen Kindern.“

Umgang mit Begabungen: Wenn besondere Begabungen unerkannt bleiben, werden begabte Schüler/innen

  • häufig unterfordert bzw. nur auf die Reproduktion von Fakten orientiert
  • als schwierig bzw. auffällig eingeschätzt
  • nicht ausreichend gefordert und gefördert, um ihre geistigen und arbeitstechnischen Fähigkeiten und Fertigkeiten ausreichend entwickeln zu können
  • sich missverstanden fühlen, mit sich unzufrieden sein, das Interesse an der Sache verlieren
  • Auffälligkeiten wie Langeweile, fehlende Motivation, Disziplinprobleme oder Arbeitsverweigerung zeigen

Zentrale Themen der Zusammenarbeit in den zurückliegenden Jahren:

  • Begabungsdiagnostik
  • Begabungsförderung
  • Qualitätsentwicklung
  • Unterschiedliche Rahmenbedingungen der Grundschule und des Gymnasiums

Diskussion Begabungsdiagnostik

Definition intellektueller Hochbegabung

Merkmale von besonderer Bagabung (KM Niedersachsen)

Hoch begabt im intellektuellen Sinne ist, wer in der Lage ist oder in die Lage versetzt werden kann, sich für ein Informationsangebot hohen Niveaus zu interessieren, ihm zu folgen, es zu verarbeiten und zu nutzen. Dabei spielen die hohe Geschwindigkeit, die große Breite, das hohe Niveau, die tiefe Verarbeitung und die effektive Anwendung der Informationen, Daten und Erfahrungen eine wesentliche Rolle. Informationen werden also nicht nur hoch effektiv, reproduktiv, sondern auch produktiv kreativ (v)erarbeitet.

Hochbegabung wird nicht nur durch die Höhe der Intelligenz bestimmt, sondern vor allem auch durch das Zusammenwirken verschiedener Bedingungen, die wesentlich dazu beitragen, ob sich Begabungspotenziale entwickeln und entfalten können. Dieses sind personale Voraussetzungen wie intellektuelle Denkfähigkeit, Fähigkeit der Stressbewältigung, Leistungsmotivation, kreatives Denken und Neugierde, Anstrengungsbereitschaft, effiziente Lernstrategien, Fähigkeit zur Selbstkontrolle und Selbstregulation einerseits und Einflüsse des Umfeldes wie Familiensituation, Freundeskreis, Situation in Kindergarten und Schule.

Hochbegabte Kinder und Jugendliche können durch Leistungsversagen und -verweigerung auffällig werden. Dieses kann auf emotionale Blockaden, auf soziale Schwierigkeiten oder auf die Erfahrung kritischer Lebensereignisse zurückgeführt werden.

Das besondere Augenmerk der Pädagoginnen und Pädagogen bei der Hochbegabtenförderung gilt der ganzheitlichen Entwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler. Sie folgen der Erkenntnis, dass ein Mensch seine Fähigkeiten nur dann vollkommen ausschöpfen kann, wenn er sich intellektuell, emotional und sozial im Gleichgewicht erlebt. Daher zählen Toleranz, Weltoffenheit, Team- und Kritikfähigkeit, Selbstvertrauen und soziale Verpflichtung zu den wesentlichen Erziehungszielen des Kooperationsverbundes.

Begabung als dynamischer Prozess (Esther Brunner)

Begabung als dynamischer Prozess. Diese Erkenntnisse haben dazu geführt, dass man Abschied genommen hat von statischen Definitionen und einseitigen IQ Erklärungen und vermehrt auf dynamische Modelle setzt, die hohe Leistung oder hoch begabtes Verhalten als Produkt eines optimalen Zusammenspiels verschiedenster Faktoren sehen.

Eine hohe Begabung kann sich nur dann entfalten, wenn die drei äußeren Einflussgrößen (Schule, Familie, Freunde/gleichaltrige oder Peers) und die drei inneren Fähigkeitsbereiche Motivation, Kreativität und hohe intellektuelle Fähigkeiten günstig ineinandergreifen. Hoch begabtes Verhalten wird also nicht als statisches Konstrukt, sondern als das Ergebnis einer dynamischen Wechselwirkung zwischen individuellen Begabungsanlagen und dem fördernden oder hemmenden Einfluss der sozialen Umwelt verstanden. Erst bei günstigem Ineinandergreifen der sechs gleichberechtigten Bedingungskomponenten kann sich die Hochbegabung als besondere Kompetenz, als hervorragende Leistung entwickeln.

Der Kooperationsverbund Westerstede 1 hat sich darauf geeinigt das 12-Phasen-Modell der Karg-Stiftung zu übernehmen, da beide Ansätze den Diskussionsergebnissen der Schulen entsprechen und darin vereint sind. Das Kollegium der Grundschule am Wiesengrund hat die entsprechende Fortbildung bereits absolviert, die Partnerschulen werden nach einem gemeinsamen Beschluss an dieser teilnehmen.

Identifizieren und Beraten besonderer Begabungen (KM Niedersachsen)

Um dem Potenzial und den Bedürfnissen besonders begabter Kinder gerecht zu werden und spätere Verhaltens- und Leistungsprobleme zu vermeiden, ist ein vielfältiges Förderangebot bereits im Elementarbereich erforderlich. Beobachtungen der Betreuungspersonen des Elementarbereichs werden mit den Lehrkräften des Primarbereichs abgestimmt. Insbesondere die Schuleingangsphase sollte für die Einleitung gezielter und kontinuierlicher Förderung genutzt werden.

Die Feststellung, ob eine kognitive Hochbegabung bei einer Schülerin oder einem Schüler vorliegt, erfolgt auf der Grundlage eines lernbegleitenden diagnostischen Prozesses. Die Lehrkräfte, die den Schüler oder die Schülerin unterrichten, erhalten durch die fortlaufende Beobachtung und Beschreibung des Lern- und Leistungsverhaltens Hinweise auf die individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen. Wenn vermutet wird, dass eine Hochbegabung besteht, erfolgen gezielte systematische Beobachtungen und Untersuchungen in Lernsituationen und auch mit informellen Tests. Qualitative Verfahren werden durch quantitative ergänzt. In der Begabungsdiagnose sind neben der kognitiven Leistungsbestimmung motivationale und emotionale Persönlichkeitsvoraussetzungen sowie wesentliche Sozialisationsfaktoren zu erfassen.

Die pädagogisch-psychologische Beratung zielt darauf ab, hoch Begabten eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit den eigenen Interessen zu ermöglichen, ihnen Anregungen zur Erhaltung der Lernmotivation zu geben und ihre Selbsteinschätzung bezüglich der eigenen Stärken und Schwächen zu verbessern. Ziel ist es, das richtige Maß an kognitiver Anforderung zu finden, den Einsatz von Lern- und Arbeitstechniken zu optimieren und die altersentsprechenden Bedürfnisse des Kindes zu berücksichtigen.

Wird eine Diskrepanz zwischen Intelligenzleistung und Schulleistung festgestellt, hat das eine umfassende Aufklärung möglicher Gründe zur Folge. Eine ausführliche Persönlichkeitsdiagnostik und differenzierte Beobachtungen unter Einbeziehung der Beteiligten werden erforderlich.

Für die pädagogisch-psychologische Beratung stehen Lehrkräfte, Beratungslehrerinnen und -lehrer der Schule, Schulpsychologinnen und -psychologen, Beraterinnen und Berater sowie schulfachliche Dezernentinnen und Dezernenten der Schulbehörde u.a. zur Verfügung.

Merkmale des sozialen Verhaltens:

  • Der Schüler beschäftigt sich viel mit Begriffen wie Recht/Unrecht oder Gut/Böse und ist bereit sich gegen „Autoritäten“ zu engagieren
  • Der Schüler geht nicht um jeden Preis mit der Mehrheit. Er ist individualistisch
  • Der Schüler akzeptiert keine Meinung von Autoritäten, ohne sie kritisch zu prüfen
  • Der Schüler kann gut Verantwortung übernehmen und erweist sich in Planung und Durchführung als zuverlässig
  • Der Schüler sucht seine Freunde bevorzugt unter Gleichbefähigten, häufig Älteren
  • Der Schüler neigt schnell dazu, über Situationen zu bestimmen
  • Der Schüler arbeitet gern unabhängig, um hinreichend Zeit für das Durchdenken eines Problems zu haben
  • Der Schüler kann sich gut in andere einfühlen und ist daher für soziale Probleme aufgeschlossen

Diskussion Begabungsförderung

Ziele der Begabungsförderung i.w.S.

(Anlehnung an Broschüre des Freistaates Sachsen zur Begabungsförderung)

Unsere Aufgabe ist die bestmögliche Förderung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Begabungen und die Anwendung von speziellen Fördermethoden für Bildungsaufgaben, die den heutigen und zukünftigen bildungspolitischen Erfordernissen Rechnung tragen.

Die Leitidee lautet nach Esther Brunner sinngemäß: Jedes Kind ist und lernt anders. Wir unterscheiden grundsätzlich 3 Verfahrensweisen zur Begabungsförderung:

Acceleration:

im Allgemeinen werden zwei grundlegend verschiedene Förderansätze für ihre Kinder mit hohem Fähigkeiten aufgeführt. Zum einen der Ansatz der Beschleunigung (acceleration), der davon ausgeht, dass Kinder mit hohem Fähigkeiten und entsprechend hohem Lerntempo den obligatorischen Stoff, das so genannte Curriculum Vitae, in kürzerer Zeit, also beschleunigt absolvieren. Zu diesem Oberbegriff gehören oft verbreitete, da kostenneutrale Maßnahmen wie die vorzeitige Einschulung, dass Überspringen einer Klasse oder die Arbeit mit Schulbüchern der nächsthöheren Stufe oder Klasse.

Enrichment:

zum anderen gibt es den Ansatz der Anreicherung (enrichment). Dieser Ansatz geht davon aus, dass Kinder mit hohen Fähigkeiten auch andere Bedürfnisse haben, was die Lerninhalte betrifft. Kinder mit hohen Fähigkeiten interessieren sich für verschiedenste Themen und Themenbereiche, auch oder gerade für solche, die üblicherweise nicht in der Regelklasse behandelt werden. Enrichment bedeutet, den ordentlichen Unterricht für einzelne Kinder inhaltlich anzureichern. Ein solches Enrichment geschieht beispielsweise, wenn ein Kind ein eigenständiges Projekt zu einem aktuellen Thema realisieren kann, oder wenn es sich auf einem anspruchsvollen Niveau mit diesem Thema auseinandersetzen kann. Solche Enrichmentangebote sollten Interessen bezogen und Ressourcen orientiert erfolgen.

"Pull out"-Verfahren:

einzelne Begabte werden in Sonder-kursen über den Normalstoff hinaus unterrichtet.

Ziele der Begabungsförderung i.e.S.

Integrative Beschulung: Der Schwerpunkt des Kooperationsverbundes ist die Förderung von besonders begabten Schülern, die integrativ mit Schülern unterschiedlicher Leistungspotenziale in einer Klasse lernen. Die Möglichkeiten der inneren Differenzierung und Individualisierung im Unterricht werden dabei ausgeschöpft.

Wissenserwerb: Neben Differenzierung und Individualisierung werden durch Zusatzangebote Möglichkeiten geschaffen, die einen über die Leistungsanforderungen des Lehrplans hinausgehenden Wissenserwerb und die Entwicklung von Lern- und Methodenkompetenz befördern.

Sozialkompetenz (Erziehungsstrategien): Neben dem Wissenserwerb werden die Entwicklung der Persönlichkeit und der Sozialkompetenz hohe Bedeutung beigemessen. (Sozialtraining; Entwicklung kommunikativer Fähigkeiten; Ausprägung des Zusammengehörigkeitsgefühls, Leistungswille und Lernlust fördern, Förderung selbstkritischen Verhaltens und Einschätzungen, Wissen um Stärken und Schwächen).

Chancengerechtigkeit: Mit dem Ansatz der Förderung besonders begabter Kinder werden die Entwicklungschancen entsprechend ihrem Leistungspotenzial deutlich erhöht.

Leistungs- und kindorientierte Grundschule: Die Arbeit des Kooperationsverbundes versteht sich als Impuls zur Weiterentwicklung von Lehr- und Lernkultur in der leistungs- und kindorientierten Grundschule.

Wirkung auf andere Grundschulen in der Nachbarschaft: Die Entwicklung von Förderangeboten im Bereich Hochbegabung leistet einen Beitrag für die Qualitätsentwicklung des Unterrichts in allen Grundschulen, gemessen an dem Anspruch, jeden Schüler entsprechend seiner individuellen Möglichkeiten zu fördern.

Elternarbeit: Elternarbeit als zentrales Anliegen. Durch Offenheit und Transparenz, sowie gezielte Unterstützung die Mitarbeit der Eltern gewinnen.

Dikaktik und Methodik der Begabungsförderung (in Anlehnung an Esther Brunner: Forschendes Lernen, Thurgau 2001)

Begabungsförderung beginnt mit der Fragestellung: Begabungsförderung beginnt bei der Fragestellung Fragen lassen sich leicht in zwei Kategorien einteilen. Offene Fragen unterscheiden sich von den geschlossenen durch verschiedene Merkmale. An erster Stelle ist die Vielfalt der möglichen Antworten zu nennen. Eine offene Frage lässt viele verschiedene mögliche Antworten zu, die alle gleichermaßen richtig und gültig sein können. An zweiter Stelle ist zu fordern das offene Fragen auch für die Lehrpersonen echte Fragen sind.
Eva Zoller: „Philosophieren ist die Kunst, im richtigen Moment die richtige Frage zu stellen.“
Ob Astronomie, Mathematik, Interaktionstraining zum Erwerb sozialer Kompetenzen, Kunstprojekte, Deutsch oder Sachunterricht im Zentrum und oft als Ausgangspunkt steht die Didaktik und Methodik der Fragestellungen, die Motivation und Kreativität, Eigenständigkeit in überzeugender Weise in Gang setzen und fördern.

Divergentes Denken: Divergentes Denken: Hier führt einen das bekannte und herkömmliche in viele verschiedene Richtungen. Eine Vielzahl von Lösungen entsteht. Jeder ist für sich betrachtet richtig, und dennoch unterscheidet sie sich beträchtlich von den übrigen. Das übliche ist keineswegs das Beste oder einzige, es ist lediglich eine von vielen Lösungsmöglichkeiten. Günstige Lernbedingungen für alle bedeutet: auf die unterschiedlichen emotionalen und kognitiven Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler einzugehen. Dieser Anspruch auf Individualisierung besteht prinzipiell bei allen lernenden und bezieht sich auf das individuelle Lerntempo die individuellen Inhalte und das individuelle Leistungsniveau.

Selbstwirksamkeit: "Einem Kind etwas zu verraten, was es selbst herausfinden könnte, das ist nicht nur schlechtes Lehren, dass es ein Verbrechen." Freudental
Aufgaben müssen so beschaffen sein dass Zusammenhänge geschaffen werden, in dem eine Aufgabe verschiedene Fragestellungen aufwirft, weil auch die Begründungen der unterschiedlichen individuellen Antworten wichtig werden.

Soziales Lernen, gemeinsames Lernen, interaktives Lernen: Unser pädagogisches Ziel ist es, den hochbegabten Schülern soziale Kompetenz zu vermitteln. Das Leben in der Gemeinschaft fordert dies täglich. Unsere Aufgabe ist es die individuelle Persönlichkeit der Schüler zu berücksichtigen und ihnen bei der Entwicklung zu menschlich erfolgreichen Persönlichkeiten Orientierung und Anregung zu geben.
In der Entwicklung zum Erwachsenwerden braucht der Schüler einen festen Halt und die Geborgenheit in der Gemeinschaft. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, bei der Begleitung der Schüler auf ihrem Weg mit ihnen gemeinsam herauszufinden, wohin ihre Lebensreise gehen soll und wie wir sie gemeinsam auf dem Weg zum Ziel begleiten können.
Das soziale Lernen, das mit dem interaktiven lernen (lernen unter-und voneinander) realisiert wird, ist hier ebenso wichtig wie das eigenständige individuelle Arbeiten. Interaktives lernen schafft die Möglichkeit das Kinder regelmäßig über ihre eigenen Erfahrungen und ihre individuellen Ergebnisse berichten Sie mit anderen austauschen und diskutieren können.
Ein gutes Lernklima als Voraussetzung: der hohe Anteil an individuellem lernen braucht motivierte und engagierte Kinder die sich voneinander anregen lassen und sich neugierig auf ein neues Gebiet eine neue Fragestellung einlassen. Solche Kinder brauchen auch Freiräume, brauchen die Möglichkeit mit zu gestalten und Ihre Ideen und Vorschläge einzubringen. Dann können Sie kreativ und motiviert selbstständig weiter arbeiten. Für die selbstständige Arbeitsweise sind auch Lern und Arbeitstechniken von großem Nutzen. Interaktives lernen setzt eine Gesprächskultur voraus und fördert eine solche zugleich. Es ist notwendig, dass ein Konsens über wichtige Umgangsformen herrscht, das Anderssein toleriert wird, dass man ermutigt und lobt und differenzierte Rückmeldungen geben kann.

Verändertes Rollenverständnis der Lehrpersonen: Forschendes Lernen hat eine Veränderung im Rollenverständnis zur Folge. Nicht mehr Stoffvermittelnde stehen im Zentrum, sondern Lernberatende, die sich selbst als Lernende verstehen.

Kernideen entwickeln: Kernideen entwickeln: damit man das ganze zeigen kann, ist es notwendig, den Unterrichtsstoff so zu durchdringen bis man diesen in einer Kernidee fassen kann. Wenn es also um die Addition an sich geht, muss sich die Lehrpersonen zunächst Gedanken machen, was denn die Addition eigentlich ist, was das grundsätzliche und ganze ist und nicht wie man sie ausführt und mit welchen Zahlenräumen sie sinnvollerweise abgehandelt oder eingeführt und trainiert wird. Das grundsätzliche bleibt gleich, egal auf welchen Zahlenraum man diese Idee überträgt. Addition muss als Ganzes verstanden und geklärt werden, dies bedeutet, dass die Lehrpersonen die Idee der Addition an sich entwickeln muss. Ist diese Idee, diese Kernidee, entwickelt, behält sie ihre Gültigkeit für jeden beliebigen Zahlenbereich. Die Lehrpersonen deckt beim Entwickeln von Kernideen immer einen großen Stoff ab und reduziert so die Stofffülle auf wenige große Themen die im Kern Ideen gefasst werden können. Um eine Kernidee zu entwickeln, muss man eine bekannte Sache so betrachten, als wäre man das erste Mal damit konfrontiert und müsse dafür ein Bild oder einem Begriff formulieren. Das Entwickeln von Kernideen fordert auch von den Lehrpersonen divergentes Denken und ist eine sehr spannende und lustvolle Angelegenheit.

Beispiel aus dem Fach Deutsch: Eine Fortsetzungsgeschichte erfinden:

Von der Kernidee "eine Geschichte hat eine Spannungskurve“ ausgehend, könnten Aufträge so aussehen:

  • Denk dir eine Hauptperson aus, die du magst. Es kann ein Mensch, ein Tier oder ein Fabelwesen sein.
  • Überleg dir, wie deine Person aussieht und was das Besondere an ihr ist.
  • Beschreibe deine Person. Wie sieht sie aus? Wo lebt sie? Mit wem lebt sie dort? Was macht sie besonders gern? Usw.
  • An einem Tag erlebt deine Person etwas. Überlege dir, ob es ein lustiges, ein spannendes oder ein ernstes Erlebnis sein soll. Denk dir ein Erlebnis aus.
  • Schreibe das Erlebnis seiner Person auf. Was geschieht? Wo geschieht es? Wann geschieht es? Wie geschieht es? Warum? Usw.
  • Natürlich erlebt deine Person noch sehr viel mehr. Denk dir ein neues Erlebnis aus und schreibe auch dies auf.
  • Nun kannst du noch viele weitere Erlebnisse für deine Person erfinden. Manchmal sind es ernste, manchmal lustige und vielleicht auch einmal traurige.
  • Wenn du für deine Person schon viele Erlebnisse aufgeschrieben hast, musst du dir für deine Geschichte einen guten Schluss finden. Vielleicht denkst du dir einen lustigen oder einen traurigen Schluss aus. Schreibe ihn auf.

Diese Anlage macht es begabten Kindern möglich, beliebig weitere Erlebnisse der Hauptperson zu erfinden und auszuführen. Kinder die mit sprachlichen Schwierigkeiten kämpfen Schreiben eine Geschichte die ein Spannungsmoment enthält und kommen so ebenfalls zu ihrem Erfolgserlebnis.

Qualitätsentwicklung

Um eine hohe Qualität der Arbeit in der Schule zu erreichen müssen drei Komponenten gut aufeinander abgestimmt sein:

Bildungspolitische Komponente ( Bildungsstandards; Schulgesetz Niedersachsens; Schulordnung der an der Kooperation teilnehmenden Schulen und Begabtenförderung als Teil der individuellen Förderung.)

Schulspezifische Komponenten (Themenschwerpunkte: Grundschule Ofen: Kunst und Hochbegabung; Grundschule am Wiesengrund: Erziehungskonzept Beratung für Eltern, Schüler und Lehrer zur Verbesserung von Motivation und Leistung sowie präventiven Maßnahmen bei Problemverhalten); Grundschule Friedrichsfehn: Philosophieren mit Kindern; Gymnasium Edewecht - Bad Zwischenahn: zahlreiche Zusatzangebote innerhalb und im Verbund mit den Grundschulen.)

  • Qualifizierung der Lehrer durch Zusammenarbeit mit der Kargstiftung, in der schulinternen und schulexternen und regionalen Fortbildung
  • Öffnung für Unterrichtsbesuche und Beratung für Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte
  • Qualifizierung der Kooperation mit Kindergärten und weiterführenden Schulen
  • Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg

Persönlichkeitsspezifische Komponente ( Erfahrungshintergrund der Schule, Stärken/Schwächen, Ressourcen, Ziele/Motivation)

  • Wahrnehmung, Akzeptanz, Verständnis und Förderung besonders begabter Schüler
  • Akzeptanz und Förderung von Schülern mit unterschiedlichen Lern- und Entwicklungsständen in der Klasse
  • Anwendung eines breiten Methodenrepertoires auf der Grundlage effektiver Verfahren
  • Eigenverantwortliches Arbeiten
  • Bereitschaft zur Teamarbeit mit Lehrern, Erziehern, Eltern usw.

Unterschiedliche Rahmenbedingungen der Grundschule und des Gymnasiums (3 Gründe für eine eher integrative Beschulung von hochbegabten Kindern an der Grundschule)

Anzahl der Hochbegabten

Geht man von 2% Hochbegabten Schülern aus, sind in einer kleinen Grundschule (etwa 200 Schüler) zwischen 1 und 4 Schüler hochbegabt. Im Gymnasium sitzen nur die von den Grundschülern aussortierten „Besten“ und damit eine höhere Anzahl hochbegabter Kinder und Jugendlichen.

Die Folge für die Grundschulen ist, dass 98% der Schülerschaft, nach der Gaußschen Normalverteilung, im Bereich von Förderschülern bis zur Hochbegabung sitzen. Hier ist ein integrativer Ansatz nach dem Motto, hochbegabte Schüler bringen Ihre Ergebnisse in die Gruppe ein, für die Grundschule am Wiesengrund und anderen Grundschulen die ideale Lösung.

Unterricht und Lehrkräfte

Die Kompetenzen der Lehrkräfte der Gymnasien unterscheiden sich deutlich von den Kompetenzen der Grundschullehrkräfte und sind auf die Ziele der jeweiligen Schularten ausgerichtet. Die Grundschulpädagogik beschäftigt sich im Wesentlichen mit basalen Fähigkeiten und Fertigkeiten, während die Pädagogik der gymnasialen Bildung auch die Heranführung zu den Eliteuniversitäten im Programm hat.

Entwicklungspsychologie und Psychologie der kognitiven Entwicklung

Die Inhalte und „Kernideen“ sollten die aktuellen Forschungsergebnisse der Entwicklungspsychologie und der Psychologie der kognitiven Entwicklung berücksichtigen in Beziehung auf die Unterscheidung von „Mittlerer Kindheit“ und „Jugendalter“, sowie Elementare kognitive Prozesse wie Lernen, Gedächtnis und Aufmerksamkeit; Höhere kognitive Prozesse wie schlussfolgerndes und problemlösendes Denken; Entwicklung des begrifflichen Denkens; Konkretes und abstraktes Wissen; Entwicklung des kausalen Denkens; Entwicklung des Gedächtnisses; Mnemotechnische Strategien, Metagedächtnis und kognitive Entwicklung und Logisches Denken. Aus der Aufzählung ergibt sich ein weiteres Argument für eine im Wesentlichen integrativen Didaktik und Methodik der hochbegabten Kinder in den Grundschulen.

Aktuelle Projekte

Angebote und Kompetenzbereiche der Schulen des Kooperationsverbundes - Der Kooperationsverbund erarbeitet momentan eine Broschüre zur Hochbegabtenförderung für Schulen im 2. Ring. Dazu fanden im letzten Jahr inzwischen 6 Sitzungen statt, jede Schule im Kooperationsverbund stellte ihre besonderen Angebote und Kompetenzen vor.
Des Weiteren soll die Begabungsdiagnostik durch die Zusammenarbeit mit der Karg-Stiftung vereinheitlicht werden und eine Festlegung auf Vorgehensweisen stattfinden.
Der Kooperationsverbund hat sich außerdem auf das Symposium in Celle vorbereitet und Vertreter/innen entsandt.
Fortbildungsmaßnahmen werden ständig durchgeführt und geeignete gesucht. Letzte Fortbildung waren die Bad Zwischenahner Bildungstage im Februar. Fortbildungen mit Jürgen Bock im Bereich Mathematik, Sachunterricht und „Underachiever“ wurden erfolgreich im Verbund durchgeführt.
Erstellung von Materiallisten /Literaturlisten in den verschiedenen Fachbereichen. In Mathematik und Sachunterricht liegt eine Liste von Herrn Bock vor.

Bad Zwischenahn, Mai 2011

KM Niedersachsen

Die Herstellung der Chancengleichheit für alle Schülerinnen und Schüler sowie die Förderung ihrer Leistungsfähigkeit und die Entwicklung ihrer Persönlichkeit sind wesentliche bildungspolitische Anliegen der Niedersächsischen Landesregierung. Dabei geht es um die gesamte Breite und Vielfalt der individuellen Begabungen.

Hochbegabte Schülerinnen und Schüler brauchen günstige Entwicklungsbedingungen, um ihr Begabungspotenzial entfalten zu können. Dabei ist darauf zu achten, dass der Blick nicht allein auf den kognitiven Bereich begrenzt wird. Die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderer sprachlicher, mathematischer, naturwissenschaftlicher, geisteswissenschaftlicher, technischer, handwerklicher, musikalisch-künstlerischer, sportlicher sowie gesellschaftswissenschaftlicher und nicht zuletzt auch sozialer Begabung ist ebenfalls notwendig.

Bei der Förderung hochbegabter Schülerinnen und Schüler wird von integrativen und differenzierten Formen ausgegangen. Integrationskonzepte betonen das Miteinander ganz unterschiedlicher Schülerinnen und Schüler in einer Gruppe. Die Ungleichheit wird dabei nicht als Hemmnis, sondern eher als Chance für Förderung und Entwicklung von Persönlichkeit und Begabung gesehen.

Schulische Förderplanung

Besonders begabte Schülerinnen und Schüler benötigen Anregungen im Unterricht, die ihren Lernstrategien, ihren Denkmustern und ihren Motivationslagen Rechnung tragen. Stellen Lehrkräfte bei der Ermittlung der Lernausgangslage eine besondere Leistungsfähigkeit fest, beraten sie die Beobachtungen und Ergebnisse altersangemessen mit den Betroffenen, deren Erziehungsberechtigten und im Kollegium und ziehen ggf. qualifizierte Beraterinnen und Berater hinzu.
Ein individueller Lern- und Entwicklungsplan sollte für diese Schülerinnen und Schüler möglichst unter ihrer Mitwirkung erarbeitet und vereinbart werden.
Die einzelne Schule erstellt im Rahmen ihres Förderkonzeptes, in dem Ziele, Inhalte und Organisation aller schulischen Fördermaßnahmen beschrieben sind, ein besonderes Förderangebot für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler, das Formen der (Binnen-) Differenzierung, Zusatz- und Ergänzungsangebote sowie erweiterte Stundentafeln und differenzielle schulische Curricula hinsichtlich möglicher Schulzeitverkürzung ausweist. Die Maßnahmen orientieren sich auch an schulischen Bindungen und Kooperationen.

Projekte an der Grundschule am Wiesengrund, die im Rahmen der Hochbegabtenförderung durchgeführt werden: Stand Sj. 2010/11/12

(SU) Experimentieren mit der Mini-Phänomenta: (12 selbstgebaute Stationen)
zu besonderen Anlässen wie z.B. Kennlernnachmittag der Paten und der neuen Erstklässler oder beim Schulfest;

Vom Spiel mit den Stationen zum wissenschaftlichen Erforschen der Phänomene wie z.B. „Kann ein Würfel rollen?“ oder „Blick in die Unendlichkeit mittels zwei gegenüberliegender Spiegel“ oder „Wiegt ein Stein im Wasser wirklich weniger?“...;

(SU) Brücken bauen - was ist schon dabei? Eigene Bauversuche mit Kappla-Steinen und anderen Materialien;
Wo liegt die Grenze zum Einsturz?;
Untersuchen vorhandener Brücken;

(M/...) Individuelle Betreuung von hochbegabten Kindern: Führen einer Portfolio-Mappe; Lernvertrag;
regelmäßige Treffen zwischen Lehrkraft und Kind zu weiteren Absprachen;
Zusammenarbeit mit dem Elternhaus;

(M) Lösungsstrategien entwickeln anhand mathematischer Problemstellungen:

Kurs 1 (Klasse 1 und 2):
gemeinsames Besprechen von Strategien nach der Kartei ....;
Eigenständige Weiterarbeit in der Kartei;

Kurs 2 (Klasse (2,) 3 und 4) „Känguru-Gruppe“:
Angehen von schwierigen Aufgaben, Lösungsstrategien mit Partner oder in Kleingruppe entwickeln;

Teilnahme an mathematischen Wettbewerben wie „Känguru der Mathematik“ oder „Mathematik-Olympiade“

[Auch Kinder, die nicht für diese Gruppe ausgewählt wurden, können an den Wettbewerben teilnehmen und gehen bei den Kindern der Känguru-Gruppe für einige wenige Wochen ins Praktikum.]

(SU) Energieprojekt: Nebenprojekt der Känguru-Gruppe
Nach einer Führung durch den Schulkeller (S. Pekruhl, Hausmeister) werden monatlich die Zählerstände vom Gas-, Strom- und Wasserzähler in eine Tabelle eingetragen.
Die Verbräuche werden ausgerechnet und in ein Diagramm eingetragen, in dem man den Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr gut ablesen kann.

(SU) Astronomie-AG: In der Astronomie-AG können Dritt- und Viertklässler sich mit Astronomie beschäftigen, die weit über das im SU besprochene Thema „Unser Sonnensystem“ hinausgeht.
z.B. Stabile Achsen der Planeten, Drehrichtung der Erde experimentell begreifen, Bau einer Sonnenuhr, Zeitzonen der Erde, Herstellen einer drehbaren Sternkarte, Umgang mit derselben...

(M) Mathenacht: Ein Projekt zwischen Gymnasium und den Grundschulen des KOVes
Herr Glasmeyer und Herr Nagel vom Gymnasium führen die Mathenacht mit zwei Kolleginnen vom Gy. und einer Kollegin von der GS (JANSEN) „von 12 bis 12“ durch. Das Projekt ist das dritte dieser Art.
Es findet in der JH oder im Jugendgästehaus statt. (Weitere Infos, s. Gy.)TeilnehmerInnen unserer Schule: 5 ausgewählte Kinder aus den vierten Klassen;

(D) Sprachspielereien: Ein Projekt zwischen Gymnasium und den Grundschulen des KOVes
Ein Angebot für begabte Schülerinnen und Schüler der 4. – 6. Klassen, die gerne lesen, schreiben und mit Sprache spielen. Ausgehend von dem Kinder- und Jugendbuch „Der Sprachabschneider“ von Hans Joachim Schädlich wird nicht nur über den Gebrauch und den Wert der Sprache nachgedacht, sondern natürlich vor allem selbst kreativ gearbeitet. Am Ende dieser Schreibwerkstatt werden die Ergebnisse Eltern und anderen Interessierten präsentiert.
bei Frau Kilian (GZE)

Frühere Projekte, die u.U. wieder angeboten werden könnten:

  • Chemie-AG
  • Afrika-Gruppe
  • Philosophieren (Jaspers Club)

Projekt: Unterstützung in der Erzieung von hochbegabten Kindern

Positive Erzieungsstrategien für die Erziehung von Kindern im Altern von 4 bis 10 Jarhen bei Hochbegabung
Positive Erziehungsstrategien für die Erziehung von Jugendlichen im Alter von 10 bis 15 Jahren bei Hochbegabung

Erziehungsauftrag der Schule

Das Bundesverfassungsgericht 06.12.1972 spricht von der „gemeinsamen Erziehungsaufgabe von Eltern und Schule, welche die Bildung der einen Persönlichkeit des Kindes zum Ziele hat“ und „in einem sinnvoll aufeinander bezogenen Zusammenwirken zu erfüllen“ ist.

Grundlagen der positiven Erziehung

Was wird den Eltern vermittelt?
1. Primär die Entwicklung und Pflege einer positiven Beziehung zum Kind
2. Die Förderung der kindlichen Entwicklung
3. Sieben Strategien beschäftigen sich damit, wie Eltern mit dem problematischen (z.B. aggressiven) Verhalten ihrer Kinder umgehen können

Hilfe zur Selbsthilfe

1. Das Grundprinzip der Selbstregulation

1. Die Angebote bauen auf den bestehenden Stärken und Fertigkeiten auf
2. Sie ermutigen zu selbstständigem Problemlösen
3. Unterstützen die Zuschreibung der Erfolge auf die eigene Person
4. Man ist überzeugt, auch in Zukunft ohne fremde Hilfe Probleme lösen zu können

2. Eigenverantwortung stärken

Eltern werden Fähigkeiten vermittelt, Probleme unabhängig und selbstständig zu lösen

3. Selbstsuffizienz

Unterstützung so viel wie möglich und so wenig wie nötig.

4. Selbstwirksamkeit

Überzeugung der Eltern Aufgaben in der Erziehung zukünftig selbst lösen zu können
Eine hohe Selbstwirksamkeits-Überzeugung fördert aktive, selbstständige Problemlösung.

5. Selbstmanagement

Sie setzen sich passende Ziele, wählen spezifische Erziehungs-und Problemlösefertigkeiten aus, die sie anwenden möchten, und bewerten ihren Erfolg anhand ihrer persönlichen Maßstäbe

6. Ursachenzuschreibung auf das eigene Handeln

Eigene Anstrengungen sind Ursache von Veränderungen (Dies fördert eine positive und aktive Grundhaltung in der Erziehung)

7. Allgemeine Problemlösefähigkeiten

betrifft die Fähigkeit der Eltern, erworbene Fertigkeiten und Wissen auch über das aktuelle Problem hinaus anzuwenden

Selbstverständnis der positiven Erziehung

1. Grundlagen und Menschenbild

Menschen streben nach Selbstbestimmung, Selbstverantwortung und Selbststeuerung.
Triple P betont die Bedeutung von Kommunikations-und Interaktionsprozessen in der Familie.
Kinder werden je nach Entwicklungsstand und Fähigkeiten in zunehmenden Maße an der aktiven Lebensgestaltung und den Entscheidungen in der Familie beteiligt.

2. Ziele

Universelle, selektive und indizierte Prävention. Im Einzelnen sind die Ziele von Triple P:

  • Förderung der Entwicklung, Gesundheit und sozialen Kompetenz von Kindern. Förderung einer guten Eltern-Kind-Beziehung.
  • Ersetzen von ungünstigem, dysfunktionalem oder gewalttätigem Erziehungsverhalten durch hilfreiches, konstruktives und förderliches Verhalten. Erweiterung der Erziehungskompetenz von Eltern und dadurch Vorbeugung von Gewalt gegenüber Kindern.
  • Reduktion von Stress und Steigerung der Zufriedenheit in der Familie.

3. Inhaltliche Schwerpunkte

Ebene des Kindes

  • Förderung einer gesunden kindlichen Entwicklung
  • Förderung einer stabilen Eltern-Kind-Beziehung
  • Ziel ist die universelle, selektive und indizierte Prävention von emotionalen und Verhaltensproblemen von Kindern.

Besondere inhaltliche Schwerpunkte im Zusammenhang mit Hochbegabung

  • Diagnostik bei hochbegabten Kindern nach den Methoden der Karg-Stiftung
  • Lernbegleitung durch Lehrkräfte und Eltern (Portfolio-Mappe)
  • Umgang mit hochbegabten Kindern und Jugendlichen bei „underachievment“
  • Methoden- und Strategien Training für hochbegabte Kinder
  • Aufbau sozialer Kompetenzen (Schutzfaktoren) zur Verhinderung von Außenseitertum durch Suche nach Empathie (die Fähigkeit, die Reaktionen anderer auf die eigenen Handlungen vorauszusehen, was wiederum eine maßgebliche Voraussetzung für moralische Selbstbestimmung ist.
  • Umgang mit Spannung aus Pflichtaufgaben und freigewählten Aufgaben, oder Umgang mit Spannung aus Pflicht und Selbstbestimmung klären. Durchsetzung bei Erledigung von Pflichten.
  • Umgang mit Gefühlsausbrüchen „Du verstehst mich nicht..“
  • Umgang mit unterschiedlich schneller Entwicklung von kognitiver und emotionaler sozialer Reife
  • Umgang mit Verhaltensstörungen: Verhaltensverträge, Erziehungspläne entwickeln, Training von Erziehungsfertigkeiten, Umsetzung von Erziehungsplänen und Effekte stabilisieren durch Follow-up
  • Selbstkontolle

KOV Westerstede 1: GS Ofen

Themenschwerpunkt: Kunst und Hochbegabung

Leitgedanke:

Im ästhetischen Bereich sollen die Schülerinnen und Schüler ihre besonderen Fähigkeiten herausarbeiten und weiterentwickeln.

Kursinhalte:

  • Vorstellung verschiedener Materialien und Techniken
  • Kennenlernen großer Künstler und ihrer Werke
  • Annäherung an verschiedene Künstler, indem die Arbeitstechniken der jeweiligen Künstler mit dem eigenen Tun verknüpft werden.

Ziele:

  • Die Schülerinnen und Schüler sollen bei der Bearbeitung eines Themas eigene Wege finden.
  • Die Sch. sollen ihre eigenen künstlerischen Arbeiten kritisch betrachten.
  • Mit museumspädagogischer Begleitung lernen die Sch. verschiedene Künstler kennen.
  • Die Grundschüler arbeiten mit Gymnasialschülern in Teams zusammen.
  • Das praktische Tun steht im Vordergrund.

Erziehungskonzept der Grundschule am Wiesengrund

Übersicht zum Erziehungskonzept der Schule

1. Erziehung als Aufgabe der Schule
2. Konzept zur Elternmitwirkung
3. Beschwerdemanagement
4. Beratungskonzept
5. Konzept zu Unterrichtsstörungen und Disziplinkonflikte
6. Konfliktmanagement zur Gewaltprävention
7. Arbeits- und Sozialverhalten
8. Hausaufgaben
9. Methodencurriculum Kommunikation und Kooperation

Erziehung als Aufgabe der Schule

Ohne Zweifel ist Erziehung die Hauptaufgabe von Schule. Dabei ist es nach heutiger Erkenntnis möglich, gemeinsam erfolgreich Erziehungsziele in der Schule zu verwirklichen.

Der Erziehungsauftrag

Die „gemeinsame Erziehungsaufgabe von Eltern und Schule*... ist in einem sinnvoll aufeinander bezogenen Zusammenwirken zu erfüllen.“ (BVerfG 1972)

Zwar ist die Erziehung der Kinder lt. Grundgesetz „das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht“ (Art. 6), aber auch die Schule hat einen Erziehungsauftrag. Das Bundesverfassungsgericht spricht in seinem Förderstufenurteil vom 06.12.1972 von der „gemeinsamen Erziehungsaufgabe von Eltern und Schule, welche die Bildung der einen Persönlichkeit des Kindes zum Ziele hat“ und „in einem sinnvoll aufeinander bezogenen Zusammenwirken zu erfüllen“ ist.

Unterricht und Erziehung sind untrennbar miteinander verbunden, denn Unterricht findet in einer Gemeinschaft statt und diese Gemeinschaft braucht Regeln für den Umgang miteinander. Diese Regeln lassen sich aus gemeinsamen Werten ableiten: Schule braucht ein Schulklima, ein Schulkultur. Insbesondere eine Ganztagsschule, die ihren Schülerinnen und Schülern viel Lebensraum bietet, braucht ein gutes Schulklima, sie muss sich – mehr noch als die Halbtagsschule – um Erziehung kümmern und intensiv mit dem Elternhaus zusammenarbeiten.

Wenn Lehrkräfte und Eltern erleben, dass ihre Kooperation zum Schulerfolg der Kinder beiträgt, werden sie feststellen, dass der Zeitaufwand sich lohnt und die Verbesserung des Schulklimas ein positiveres Lehren und Lernen ermöglicht. Die Gesellschaft hat sich zu einer Dienstleistungs- und vielgestaltigen Wissensgesellschaft verändert. Ein zentrales Problem ist die Vielfalt der Informationen und deren Organisation. „Ebenso wie ein Defizit an relevanter Information die Ursache für inadäquates Verhalten und damit psychosozialen Stress darstellt, kann auch ein Informationsüberschuss zu ... psychosozialen Stress führen. Weil es nicht gelingt, die vorhandenen Informationen hinsichtlich ihrer realen Relevanz zu klassifizieren! ... Da das furchterregende Szenario nur in der Vorstellungswelt existiert, ist keine adäquate Reaktion möglich und eine unkontrollierte Stressreaktion unausweichlich.“ (Horx, Matthias: Buch des Wandels – Wie Menschen Zukunft gestalten, München, 2009, S. 63)Um die reale Relevanz im Blickpunkt zu behalten muss die organisatorische Perspektive zur Schnittstelle zwischen Vorgaben der Kultusbürokratie und dem Lebensraum der Lehrkräfte und Schüler lauten: „Wie ist die Organisation Schule zu gestalten und zu entwickeln, damit die günstigsten Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden können, dass die gesamte Schule eine bewusst gestaltete und intentional erzieherisch bedeutsame Wirklichkeit wird, um wirksame Erziehung und wirksamen Unterricht, also vielfältige und ganzheitliche Lehr-Lernprozesse zu ermöglichen, damit die Ziele der Schule erreicht werden?“ (Huber, S.G.: Wissen und Praxis, Bildungsmanagement 2003, S. 381f.)

Unsere Ziele von Schule sind:

Schule ist in rechtlicher Bestimmung „eine organisierte, auf eine Mindestdauer angelegte Einrichtung, in der unabhängig vom Wechsel der Lehrer und der Schüler durch planmäßiges gemeinsames Lernen in mehreren Fächern bestimmte Bildungs- und Erziehungsziele verfolgt werden.“
(vgl. Avenarius/Heckel 2000, S. 5).

Was soll durch Schule erreicht werden?

Aus Sicht der Gesellschaft muss versucht werden, eine Orientierung an allgemein anerkannten Werten und eine „kritische Loyalität“(Giesecke) gegenüber der freien demokratischen Grundordnung zu vermitteln.

Aus der Sicht der nachwachsenden Generation die Fähigkeit, sich in einer sich schnell wandelnden und immer komplexer werdenden Gesellschaft erfolgreich zu behaupten, eine persönliche Identität zu entwickeln und (im Sinne Kants) das Vermögen erwerben, „sich seines/ihres Verstandes ohne die Leitung eines anderen zu bedienen.“

Der junge Mensch soll in einer zunehmend vielgestaltigen Gesellschaft mit Selbstbewusstsein, aber auch Respekt von Anderem und Fremdartigen

  • zurechtkommen,
  • selbst Initiativen ergreifen
  • aus eigenem Antrieb handeln können und in der Lage sein
  • mit anderen gemeinsam ein Ziel anzustreben, zusammen zu arbeiten
  • und Probleme zu lösen.

Diese Ziele sind in der Pädagogik subsummiert unter den Aspekten des Erwerbs von Mündigkeit als der Fähigkeit zu eigen- und sozialverantwortlichem Handeln, dem Prinzip der Anerkennung, und zwar der Anerkennung des anderen und der Anerkennung der eigenen Person,
der Selbsttätigkeit und der Kooperation als Ziel und Methode.

Dabei wird im Sinne Wolfgang Brezinkas Erziehung im weiteren Sinne als der Inbegriff aller sozialen Handlungen verstanden, durch die versucht wird, die Persönlichkeit anderer Menschen zu fördern. Dieser weite Erziehungsbegriff umfasst in der Schule unter anderem alle Bemühungen vom Mathematikunterricht bis zur sportlichen Ertüchtigung, der Vermittlung von Sprachen und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, auch im Hinblick auf den Versuch, bestimmte Haltungen, Wertvorstellungen, Orientierungen zu entwickeln. Den letzten Teil bezeichnet man als Erziehung im engeren Sinne. Dabei geht es um Werte, Normen und Ziele.

Erziehung unter erschwerten Bedingungen

Wie wichtig Erziehung auch im engeren Sinne (als moralische Erziehung) heute ist, zeigt sich im Hinblick auf die gesellschaftliche Situation der Gegenwart.

  • Familiale Erziehung hat durch die wachsende Auflösung traditioneller Verbindungen, die Berufstätigkeit beider Elternteile, unterschiedlicher Lebenswelten an Wirksamkeit eingebüßt. (Siehe Anlage Risikofaktoren für die Entwicklung von Verhaltensstörungen)
  • Im Zuge eines Wertewandels sind alte traditionelle Werte wie Familie, Religion, Staat instabil geworden und liefern keine klaren Vorgaben.
  • Angesichts der Überflutung mit unterschiedlichsten Informationen durch Medien ist es für Kinder und Jugendliche schwierig, eine schlüssige Grundlage für die eigene Selbstbehauptung beziehungsweise Identität zu gewinnen.
  • Höhere Anforderungen an Professionalität und Verantwortung entstehen durch den technischen Fortschritt. (So hielten z.B. Anfang des letzten Jahrhunderts die Kutschgäule der Postkutsche von selbst vor dem Wirtshaus zur Post, während der Pilot eines Airbus heute hohes professionelles Können und Verantwortung aufbieten muss, um seinen Flieger sicher wieder auf den Boden zu bringen).

Der amerikanische Soziologe James S. Coleman beschreibt in seinem Werk „Die asymmetrische Gesellschaft“ (1986) binnenstrukturelle Veränderungen, die die Erziehungswirksamkeit von Schule betreffen. Diese sind

  • „Segmentierung der Lernerfahrungen“ (Lernzusammenhänge werden zunehmend portioniert und bilden keine Ganzheit mehr),
  • „Relativierung schulischen Wissens“ (schulisches Wissen hat kein Beinahe-Monopol mehr wie ehedem, sondern wird ergänzt und ersetzt durch überaus attraktive außerschulische Bildungs- und Unterhaltungsangebote aus den unterschiedlichsten Mediengruppen und Medienvereinigungen.
  • „Parzellierung der erzieherischen Zuständigkeiten“ (durch immer größere Ausdifferenzierung und Spezialisierung im Schulbetrieb werden Verantwortlichkeiten innerhalb schulischer Erziehung auf gesplittet und zum Teil an Fachleute delegiert, d.h. aus Fachleuten für Erziehung als Ganzes werden Fachleute für immer mehr, jedoch immer isoliertere Teilbereiche der Erziehung, z.B. Fachlehrer, Schulpsychologen, Fachberater, Suchtberater),
  • „Fragmentierung der Autoritäten“ (zu Beginn des letzten Jahrhunderts waren Lehrer und Geistliche neben den Eltern praktisch die entscheidenden Erziehungsautoritäten. Damit bestand von Anfang bis Ende der Schulzeit ein festgefügter, dauerhafter Kanon von Regeln und Normen. Heute sind es viele Personen und Gruppen mit meist unterschiedlichen Wertvorstellungen, die erzieherisch relevante Einflüsse ausüben),
  • „Versachlichung und Anonymisierung schulischer Interaktion“ (trotz längerer Schulzeit finden sich weniger länger dauernde Kontakte zwischen Lehrkräften und einzelnen Schülern im
  • historischen Vergleich. Die Interaktionen zwischen einzelnen Lehrern und einzelnen Schülern werden im Zuge der institutionellen Ausdifferenzierung der Schule weniger und flüchtiger. Dies führt zu erhöhter Versachlichung und Anonymisierung schulischer Interaktion.

Wir fassen zusammen: Die Wichtigkeit schulischer Erziehung steigt mit der sich beschleunigenden Wissensakumulation, mit der immer größeren Differenzierung und Spezialisierung, mit der Steigerung der Zahl der Handlungs- und Entscheidungsalternativen. Gleichzeitig verliert Schule gerade durch diese Entwicklungen an erzieherischen Möglichkeiten. Deshalb war Schule im historischen Vergleich noch nie so wichtig wie heute, andererseits erscheinen ihre erzieherischen Möglichkeiten historisch gesehen relativ gering.

Wirksamkeit von Erziehung

Auf der anderen Seite wissen wir heute mehr über die Wirksamkeit schulischer Erziehung. Es hat sich herausgestellt, dass Erziehung im engeren Sinne durch Wissen und Belehrung weniger wirksam ist als durch die längerfristige aktive Teilnahme an einer entsprechenden kommunikativen Alltagspraxis. Persönliche Erfahrung und handelnder Umgang, beides an den formalen Zielen schulischer Bildung orientiert, erweisen sich als zielführender. Folglich ist das Eigentliche, das Wesentliche (Proprium) schulischer Erziehung die kommunikative Alltagspraxis, die Schülerinnen und Schüler wie auch Lehrerinnen und Lehrer in der Schule als eine Handlungseinheit erleben.

Aus diesen Gründen ist es erforderlich, dass Schülerinnen und Schüler nicht nur von bestimmten Werten hören und diese eventuell auch wiedergeben können, sondern dass sie diese Werte handelnd erleben. Es ist deshalb geboten, dass sich Schulleitung und Lehrkräfte im Umgang mit Schülerinnen und Schülern wie auch untereinander an den formalen Zielen schulischer Erziehung orientieren. Nur wenn die formalen Bildungsziele operativ im schulischen Alltag erlebbar sind, dürften sie erziehungswirksam sein, zumindest erziehungswirksamer als jede andere Methode.

Schule als Modell dafür, wozu sie erzieht

Wenn wir nun wissen, dass Schule als Institution erzieht, muss Schule auch ein Modell dafür sein, wozu sie erzieht.

In einer Schule, in der Führungspersonal nur einsame Entschlüsse trifft und das Kollegium heillos zerstritten ist, wirkt die Propagierung kooperativen Lernens für Schülerinnen und Schüler unglaubwürdig und wird nur wenig effektiv sein.

Zahlreiche Untersuchungen zur moralischen Erziehung von Schülerinnen und Schülern, aber auch allgemein aus der Schulforschung zeigten den unübersehbaren Zusammenhang zwischen kommunikativer schulischer Alltagspraxis und dem Erwerb von Ziel- und Wertvorstellungen bei Schülern.

Aspekte der Verstärkung der Erziehungswirksamkeit

Ein zentraler Aspekt für die Wirksamkeit schulischer Erziehung ist die Kooperation mit erzieherisch bedeutsamen Personen und Gruppen. Insbesondere die Kooperation mit den Eltern der Schülerinnen und Schüler ist von außerordentlicher Bedeutung. Dieser Aspekt wird in der deutschen Staatsschule häufig vernachlässigt. Dabei wird nicht bedacht, dass Eltern natürliche, hochpotente und engagiert Verbündete sein können. Denn nur durch die Kooperation mit den Eltern ist es möglich, sich gemeinsam auf bestimmte Erziehungsziele und –maßnahmen zu einigen, die dann möglichst bruchlos zum Erfolg führen können. Dies ist auch ein Geheimnis des Erfolges alternativer Schulmodelle. Dort werden Eltern weitgehend mit einbezogen und entwickeln mit der Schule gemeinsam Zielvorstellungen.

Für die soziale Erziehung innerhalb der Schule ist die Einstellung von Regeln hilfreich. Was man tun darf und was nicht, sollte im sozialen System der Schule für alle klar sein. Hilfreich ist dabei, diese Regeln gemeinsam aufzustellen, zu veröffentlichen und unter Umständen auch gemeinsam Sanktionen festzulegen, die bei Verstößen in Kraft treten. Ein Fehler wäre es, Verstöße unter den Teppich zu kehren.

Durch Rituale, das sind regelmäßig wiederkehrende Handlungen wie Ehrungen, Verabschiedungen, Begrüßung neuer Kollegen oder Schüler, feierliche Übergabe von Zeugnissen, wird dem Leben in der Schule eine gestimmte vertraute Struktur verliehen, die für alle Mitglieder der Schule berechenbar und akzeptiert ist.

Identitätsbildende Maßnahmen wie Schulfeste, Sportfeste, Theateraufführungen, Ausstellungen möglichst mit Öffentlichkeitswirksamkeit, können die Verbundenheit mit der Schule bei Lehrkräften wie bei Schülerinnen und Schülern verstärken. Eltern- beziehungsweise Diskussionsabende, in denen erzieherisch wirksame Themen im Mittelpunkt stehen, erweisen sich als hilfreich. Voraussetzung ist allerdings eine produktive und professionelle Elternarbeit (vgl. Rosenbusch 2005).

Wichtig ist jedoch vor allen Dingen, die Transparenz bei Entscheidungen, sodass sich die Mitglieder des Systems Schule informiert und ernstgenommen fühlen; dadurch kann eine Logis des Vertrauens und der Kooperation entstehen.

Erziehung und Unterricht bilden eine Einheit. Wir wollen uns voll auf den Fachunterricht konzentrieren. Aber wir wissen auch, dass wir nicht nicht erziehen können. Durch unsere Art zu unterrichten, die Qualität des Umgang mit Schülerinnen und Schülern bildet eine Modellvorstellung des Verhaltens. Schülerinnen und Schüler ernst zu nehmen oder demütigen, eher Konkurrenz betonen oder Kooperation, ob eine Atmosphäre der Angst erzeugt wird oder der Zuversicht, ob mit Problemverhalten in angemessener Weise umgegangen wird oder nicht, sind erzieherisch hoch relevante Aspekte.

Alle Lehrkräfte orientieren ihr Verhalten an den formalen Bildungszielen ohne ihre Individualität aufzugeben und sozusagen normiert zu handeln. Es ist auch für Heranwachsende oder Kinder bereichernd, wenn sie unterschiedliche Charaktere, Methoden und soziale Verkehrsformen kennen lernen.

Aber die Spielräume in der täglichen Arbeit müssen sich stets an den grundlegenden Verhaltensprinzipien für positive (d.h. unterstützende/helfende) Erziehungsgrundlagen und an den grundlegenden Bildungszielen wie dem Prinzip der Mündigkeit, der gegenseitigen Anerkennung, der Selbsttätigkeit und Kooperation orientieren.

Beratungskonzept der Grundschule am Wiesengrund

Darüber hinaus arbeiten wir auch mit außerschulischen Institutionen zusammen. Stellen sich bei einem Schüler/ Schülerin Schwächen/Defizite heraus, die mit unseren Möglichkeiten allein nicht zu bessern vermögen, so raten Wir den Eltern fachspezifische Hilfe(n) heran zuziehen.

  • Zum Wohle des Kindes ist von unserer Seite eine Verflechtung und reger Austausch im Dreiecksgespann Eltern – Schule – Fachinstitution sehr erwünscht.

So arbeiten wir zusammen mit

  • dem Jugendamt der Gemeinde Bad Zwischenahn
  • dem Kinderschutzbund Ammerland
  • der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern in Westerstede.

Durchgeführte Maßnahme in den Schuljahren 2007/08/09/10/11/12

Schülerberatung und –betreuung:

Aus dem Schulinspektionsbericht Mai 2008

„Die Schule hat ein Beratungskonzept zum Bestandteil ihres Schulprogrammes gemacht, das Grundsätze, Verfahren und Zuständigkeiten regelt und schulinterne und außerschulische Ansprechpartner für besonderen Beratungsbedarf benennt.

Die Schule bietet Schülerinnen und Schülern, die Hilfe brauchen, im besonderen Maße Unterstützung an. Rücksichtsvoller Umgang, fürsorgliche Gemeinschaft und feste Beziehungen werden durch das Leitbild der Schule von allen Beteiligten eingefordert. Die Lehrkräfte zeigen sich nach Auskunft aller Interviewteilnehmer den Problemen der Kinder zugewandt. Schülerinnen und Schüler, die Hilfe benötigen werden unmittelbar und wirksam unterstützt (Förderkonzept, regionales Integrationskonzept). Der Schulleiter ist ausgebildeter Erziehungsberater (Triple P) und bietet regelmäßig Einzel- und Gruppenschulungen für Eltern an.

Die Schule sucht zur Bewältigung besonderer Probleme der Schülerinnen und Schüler Anlass bezogen die Zusammenarbeit mit Schulpsychologischem Dienst, Kinder- und Jugendgesundheitsdiensten, Jugendamt und kirchlichen Institutionen und stimmt sich regelmäßig mit den im regionalen Integrationskonzept wirkenden Förderlehrkräften der Astrid-Lindgren-Schule in Edewecht ab.

Das Verfahren zum Umgang mit unentschuldigtem Fernbleiben vom Unterricht ist wirksam durch Konzept geregelt. Die Schule hatte in den letzten Schuljahren keine unentschuldigten Fehlzeiten zu verzeichnen.

Die Schullaufbahnberatung wird von der Schule erlassgemäß organisiert. Zuständigkeiten, Zeitpunkte und Inhalte sind festgelegt und werden eingehalten. Informationsveranstaltungen werden am Ende des dritten Schuljahres gemeinsam mit Grundschulen und weiterführenden Schulen organisiert. Das Gymnasium und die Realschule in Bad Zwischenahn geben den Lehrkräften der Grundschulen jährlich Rückmeldung über die Leistungsentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Die Beziehungsberechtigten äußerten sich zufrieden über die Beratungspraxis.“

  • Im zurückliegenden Schuljahr wurden zwei Elternsprechtage durchgeführt, sowie zusätzliche Beratungen im Bereich der Schullaufbahnempfehlungen. Die Sprechtage werden von den Eltern nach wie vor sehr gut besucht.
  • Es fanden zahlreiche Beratungsgespräche im zurückliegenden Schuljahr statt, zu Schulleistungsfragen sowie zu Erziehungsproblemen.
  • In wenigen Fällen fanden Beratungsgespräch mit dem Jugendamt, dem Kinderschutzbund und der Beratungsstelle für Kinder in Westerstede statt.
  • Problemfelder sind: Eltern, die die deutsche Sprache nicht ausreichend sprechen, Eltern, die sich benachteiligt fühlen, aber dies nicht offen aussprechen, Eltern, die sich nicht trauen, ihre Bedürfnisse zu äußern.

Erziehungskonzept: Unterrichtsstörungen und Disziplinkonflikte

Ziele

Umsetzung der Ziele aus den erziehungswissenschaftlichen Analysen zum Erziehungskonzept der Schule. Diese Ziele sind in der Pädagogik subsummiert unter den Aspekten des Erwerbs von Mündigkeit als der Fähigkeit zu eigen- und sozialverantwortlichem Handeln (Demokratie), dem Prinzip der Anerkennung, und zwar der Anerkennung des anderen und der Anerkennung der eigenen Person, der Selbsttätigkeit und der Kooperation und Kommunikation als Ziel und Methode.

Definitionen

Störungsfreier Unterricht ist eine didaktische Fiktion. Die Minimierung des Auftretens von Unterrichtsstörungen und Disziplinkonflikten durch eine geschickte Klassenführung ist jedoch ein wichtiges Qualitätsmerkmal von Unterricht.

Er ist bedeutungsvoll für

  • das Wohlbefinden der Lernenden (Lernklima)
  • die Effektivität des Unterrichts und den Lernerfolg (Erhöhung der echten Lernzeit)
  • die Reduzierung der Lehrerbelastung („Burn-out“-Prophylaxe)

Definitionen

Unterrichtsstörungen sind Ereignisse, die den Lehr-Lern-Prozess beeinträchtigen, unterbrechen oder unmöglich machen, indem sie die Voraussetzungen, unter denen Lehren und Lernen erst stattfinden kann, teilweise oder ganz außer Kraft setzen. Zu den Voraussetzungen zählen äußere und innere das Lernen ermöglichende Bedingungen wie z.B. physische und psychische Sicherheit, Ruhe, Aufmerksamkeit, Konzentration. Die Störungen können von Schülern oder Lehrern verursacht werden, aber auch von außen hereingetragen werden. Erscheinungsformen sind z.B.: laute Zwischenrufe, verbale oder physische Attacken, Herumlaufen von Schülern, Hektik, Herumbrüllen oder Sarkasmus von Lehrern, Baustellenlärm (Hausmeisteraktivitäten), Tiefflieger, plötzlicher Schneefall u.a.m.

Der Begriff „Disziplinkonlikt“ ist normabhängig: Hier geht es um die Verletzung – meist von Schülerseite – von impliziten oder expliziten Normen und Regeln, die – meist von Lehrerseite – für den reibungslosen Ablauf von Unterricht und Schulalltag vorausgesetzt werden. Was die Normen und Regeln inhaltlich besagen, hängt sehr vom jeweiligen Kontext ab, z.B. von der Kultur, dem Zeitgeist, der Schule, dem Lehrer, dem Fach, der Altersstufe, der Unterrichtsphase u.a.m. Disziplinkonflikte entstehen, wenn das Handeln von Schülern und Lehrern durch unterschiedliche Erwartungen, Normen- oder Wertvorstellungen geleitet wird oder kurz gesagt: Wenn sie nach unterschiedlichen Regeln spielen.

Strategien

Grundsatz: ein Gramm Prävention wiegt mehr als ein Pfund Intervention. Und sozial-integrative Strategien, die die Menschen stärken, sind besser als isolierende oder aversive.

1. Unsere Ziele, die eine möglichst störungsfreie Kommunikation und Koopreration unterstützen:

Soziale und sprachliche Fertigkeiten

  • Eigene Ansichten, Ideen und Bedürfnisse angemessen ausdrücken
  • Um Unterstützung und Hilfe bitten, falls erforderlich
  • Bitten von Erwachsenen kooperativ begegnen
  • Mit anderen Kindern teilen und sich beim Spielen Abwechseln
  • Die Gefühle anderer erkennen
  • Erkennen, welche Auswirkungen das eigene Verhalten auf andere hat

Fertigkeiten zur Emotionsregulation

  • Gefühle so ausdrücken, dass andere nicht verletzt werden
  • Aggressives und impulsives Verhalten kontrollieren
  • Positive Gefühle gegenüber sich selbst und anderen entwickeln
  • Regeln und Grenzen akzeptieren

Fertigkeiten um selbstständig zu werden

  • Lernen, Dinge selbstständig zu tun
  • Sich allein beschäftigen, ohne ständig Aufmerksamkeit von Erwachsenen zu erhalten
  • Verantwortung für die eigenen Handlungen übernehmen

Problemlösefertigkeiten

  • Interesse und Neugier an täglichen Dingen zeigen
  • Fragen stellen und eigene Ideen entwickeln
  • Sich alternative Lösungen überlegen
  • Entscheidungen treffen und Probleme lösen

Die Umsetzungen dieser Ziele soll unterstützt werden durch:

Die Klassenleitung und die Gruppe stärken

Die Klassenleitung kann gestärkt werden durch Bildung von Klassenlehrertandems, Zuweisung von Stunden für Tandemstunden und außerunterrichtliche Aktivitäten
(Klassenfeste, Klassenfahrten, Betreuung, Beratung, Hausbesuche etc.), Reduzierung der Anzahl der in einer Klasse unterrichtenden Lehrkräfte, Unterricht in Doppelstunden, Klassenlehrerstunden mit gemeinsamem Frühstück u.a.m.

Einschränkung: es müssen mehr Lehrerstunden zur Verfügung stehen, damit dies in der täglichen Praxis umgesetzt werden kann.

Die Schul- und Klassenidentifikation stärken

Die Identifikation mit der Schule kann gestärkt werden z.B. durch Schulfeste, Schulfahrten und andere gemeinsame Schulveranstaltungen, die Entwicklung einer Schulkultur, eines Schulleitbildes, eines Schulprogrammes, eines Mottos usw.

Neue Kooprerationsformen mit Eltern, Schülerinnen und Schülern aufbauen

Zu solchen Kooperationsformen gehört für unsere Schule das Abschließen von mündlichen und schriftlichen Erziehungsverträgen nach ausführlichen Gesprächen, zur Nachhaltigkeit
müssen diese verbindlich für Eltern und Schüler/innen sein und flexibel gehandhabt werden, das Anbieten eines Elternkurses (Triple P-Kurs), ein Forum zum Austausch von Problemfeldern im Elterntreff.

Programme zur Prävention von antisozialem Verhalten zum Aufbau sozialer Kompetenzen einführen

Dazu gehören bei uns:

  • Streitschlichtung: Wir bilden alle Schüler und Schülerinnen im dritten Jahrgang zu Streitschlichter bzw. Streitschlichterinnen aus unter dem Motto Selbstdisziplin/Selbstkontrolle anhand einer Portfoliomappe
  • Trainingsprogramme für soziale Basiskompetenzen (Herr Garbin): Sozialtraining nach Klaus W. Vopel /Interaktionsspiele, sowie den Prinzipien der Positiven Erziehung nach M. Sanders aus Australien und Sozialtraining im Sportunterricht.
  • Bei länger andauerndem Problemverhalten mit Schülerinnen und Schülern soll wie folgt verfahren werden:

Entwurf und Einsatz von Verhaltensverträgen: (nähere Beschreibung im Konzept zum Konfliktmanagement)

Bei länger andauernden Störungen wird die systematische Verhaltensbeobachtung (Verhaltenstagebücher, Häufigkeitstabellen, Zeitdauerprotokolle usw.) angewandt. Die Methode ist aus folgenden Gründen sinnvoll: gibt die Möglichkeit zu überprüfen, ob der Eindruck von einem Verhalten der tatsächlichen Realität entspricht; Rektionen auf das Verhalten des Kindes können beobachtet werden; hilft festzustellen ob ein bestimmtes Verhalten sich verbessert,
verschlechtert oder gleich bleibt und gibt die Verhaltensbeobachtung Auskunft darüber, inwieweit ein Ziel erreicht wurde.

Selbstbeobachtung (lautes Denken), Verhaltenstagebücher für Schülerinnen und Schüler: dient der realistischen Selbsteinschätzung, hilft die realistische Lage zu dokumentieren etc.

Fallanalysen, Fallbesprechungen: Durch die gemeinsame Beratung der individuellen Entwicklung einer Schülerin oder eines Schülers im Bereich soziales Lernen wird der zukünftige Förderbedarf inhaltlich und quantitativ festgestellt.

Trainingsraum einrichten

Es handelt sich hier um ein Programm, das an der Universität Oldenburg eingeführt wurde und Schülerinnen und Schüler, die Fehlverhalten zeigen, nach einer Ermahnung in den Trainingsraum geschickt werden. Dort erwartet sie ein Kollege, der besonders ausgebildet ist, und bespricht mit dem Schüler/der Schülerin die Situation. Nach Klärung der Sachlage wird er/sie wieder in die Klasse zurückgeschickt. Diese Methode ist an vielen Schulen mit Erfolg eingeführt worden. (Zurzeit aus personellen und organisatorischen Gründen nicht realisierbar, aber denkbar)

Einen pädagogischen Konsens, ein pädagogisches Konzept, eine Schulcharta und ein schulweites Disziplinprogamm entwickeln

Dazu gehört z.B. Verhaltensregeln für Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrern zu erstellen unter Einbezug der Schülerinnen und Schüler sowie der Elternvertreter. Für Transparenz ist ein klarer Sanktionskatalog wichtig, der Wiedergutmachung vor Strafe stellt.

Besonders belastete Kollegen oder Kolleginnen beraten, unterstützen, Hilfsangebote machen

Das kann geschehen z.B. durch kollegiale Fallberatung und Supervision.

Tritt in Ausnahmefällen bei Lehrkräften länger andauerndes Problemverhalten auf, wird wie folgt verfahren:

Checkliste Schülerverhalten

Mit der folgenden Liste lässt sich problematisches Schülerverhalten und die Häufigkeit protokollieren (Strichliste)

Kategorisierung und Häufigkeit von Störverhalten in Schulklassen:

A) Verbales Störverhalten    

  Bemerkungen
Schwätzen  
Vorlautes Verhalten  
Zwischenrufe  
Herabsetzen  
Provozieren  
Sonstiges

B) Mangelnder Lerneifer

Geistige Abwesenheit  
Desinteresse  
Unaufmerksamkeit  
„Nebenbeschäftigungen“  
Sonstiges  

C) Motorische Unruhe

Zappeln  
Kippeln  
Herumlaufen  
Sonstiges  

D) Aggressives Verhalten

Beleidigen  
Drohen  
Wutausbrüche  
Sachen wegnehmen  
Sachbeschädigungen  
Angriffe auf Personen  
Sonstiges  

Für Klassen 1 und 2: Der Beobachtungsbogen ist gegebenenfalls nur im Team möglich oder in der retrospektiven Betrachtung nach dem Unterricht.

Checkliste Lehrerverhalten

Bei langanhaltenden klimatischen Disharmonien zwischen Klassen und einer Lehrkraft könnte die folgende Checkliste zum Lehrerverhalten Anwendung finden und hilfreich sein.

Die Analyse des Lehrerverhaltens durch die Hospitation eines „kritischen Freundes „erfolgen. Der Beobachterkonzentriert sich auf jeweils eine Problemebene und analysiert ineffektive
Verhaltensweisen des Lehrers bzw. ungünstige Interaktionsmuster im „sozialen System“ Klassenraum. Anschließend gibt er ihnen schonend Rückmeldung (er sollte zuerst Positives über den Unterricht oder das Verhältnis zur Klasse sagen)

A) Beziehungs- und Kommunikationsebene („Klima“)

  Bemerkungen
Launigkeit, negative Ausstrahlung (nonverbale Signale)  
Rauer Umgangston ohne Herzlichkeit  
„Ausflippen“, Anschreien  
Respektlose, herabsetzende oder verletzende Äußerungen  
Fehlender Humor bzw. Ironie oder Sarkasmus  
Einlassen auf Machtkämpfe mit einzelnen Schülern  
„Anbetteln“ von Schülern  

B) Unterricht

  Bemerkungen
Geringe Motivation und Kooperation  
Unklare Aufgabenstellungen  
Geringe Zielorientierung, häufiger Leerlauf, stockender Ablauf  
Geringe Schüler- bzw. Handlungsorientierung  
Methodische Monotonie (z.B. halbstündiges zähes Frage-Antwort-Spiel)  
Ausüben von Notendruck (häufige Hinweise auf zu erwartende schlechte Noten)  
Über- oder Unterforderung der Schüler  
Nichteinbeziehen der ganzen Klasse
(nur mit guten Schülern arbeiten)
 

A) Verhaltenskontrolle

  Bemerkungen
Ignorieren von um sich greifendem Störverhalten  
Häufiges wirkungsloses Ermahnen und Androhen von Bestrafung z.T. in folgenlosen Endlosschleifen (Inkonsequenz)  
Hoher Zeitbedarf für disziplinarische Handlungen  
Strafender Charakter der Maßnahmen dominiert gegenüber integrativem (wie über Konflikte reden, Kompromisse vorschlagen, Ermutigen, Einfühlen)  
Mehrere Maßnahmen pro Fall  
Sprunghaftes Anwenden verschiedener Maßnahmen (Inkonsistenz)  
Die nachfolgende Maßnahme ist weniger strafend als die vorübergehende (Zurückstecken)  
Konflikte werden häufig neutral abgebrochen und nicht weiterbearbeitet  

Freiwilliger Fragebogen für Lehrer/-innen

Es folgt für diesen obigen Fall ein freiwilliger Fragebogen für Lehrkräfte zur Selbstanalyse. Die Checkliste für das Lehrerverhalten sowie der Fragebogen für Lehrer/-innen sind im Zusammenhang zu betrachten.

Disziplinprobleme

Kreuzen Sie an, inwieweit folgende Aussagen zutreffen:

  Nr Aussage +2 +1 0 -1 -2
  1 Wenn ich in die Klasse komme, nimmt kaum jemand Notiz von mir          
  2 Es dauert mehrere Minuten, bevor ich mit dem Unterricht beginnen kann          
  3 Wenn ich rede habe ich nie die Aufmerksamkeit aller Schüler/-innen          
  4 Wenn ich rede, werde ich häufig unterbrochen          
  5 Die Schüler/-innen arbeiten nur mit, wenn ich mit schlechten Noten drohe          
  6 Ich muss die Schüler/-innen ständig ermahnen, damit sie halbwegs ruhig sind          
  7 Es herrscht trotzdem eine ständige Unruhe in der Klasse          
  8 Disziplinarische Aktionen beanspruchen einen Großteil meiner Unterrichtszeit          
  9 Die Sanktionen führen keine langfristige Besserung der Situation herbei          
  10 Einige wenige Schüler/-innen beanspruchen 80% meiner Energie          
  11 Einige Schüler/-innen sind so renitent oder aggressiv, dass sie ständig rausfliegen          
  12 Wenn ich mal kurz den Raum verlasse, wird es sofort laut in der Klasse          
  13 Diese Probleme habe ich in anderen Klassen nicht          
  14 Andere Kollegen klagen auch über diese Klasse          
  15 Die Verhaltensregeln in dieser Klasse sind allen präsent          
  16 Regeln und Konsequenzen wurden mit den Schüler/-innen abgesprochen          
  17 Die Regeln werden konsequent durchgesetzt          
  18 Wenn einer sich falsch verhält, weiß er bei mir ganz genau, was auf ihn zukommt          
  19 Die Klasse braucht nun mal eine „harte“ Hand          
  20 Es gibt auch positive Anreize für richtiges Verhalten          
Darin sehe ich die Ursachen für die Disziplinprobleme:
Meine Änderungsvorschläge:

Evaluation des Konzeptes

  • Austausch auf kollegialer Ebene (Fallgespräche)
  • Austausch mit Eltern (und Schülerinnen und Schüler bei länger andauerndem [größer als 6 Wochen] Problemverhalten)
  • Regelmäßige, jährliche Auswertung der Streitschlichterprotokolle
  • Fremdevaluation: Jährliche Erhebung durch Eltern- und Schülerbefragung
  • Fremdevaluation: Befragung Streitschlichterausbildung
  • BUGIS: Auswertung der Lehrerzufriedenheit

Das Konzept wurde in der Sitzung vom 23.09.2010 von den Lehrerinnen und Lehrern zur Übernahme ins Schulprogramm einstimmig beschlossen.

Konfliktmanagementsystem zur Gewaltprävention der Grundschule am Wiesengrund

Ziele

Umsetzung der Ziele aus den erziehungswissenschaftlichen Analysen zum Erziehungskonzept der Schule. Diese Ziele sind in der Pädagogik subsummiert unter den Aspekten des Erwerbs von Mündigkeit als der Fähigkeit zu eigen- und sozialverantwortlichem Handeln (Demokratie), dem Prinzip der Anerkennung, und zwar der Anerkennung des anderen und der Anerkennung der eigenen Person, der Selbsttätigkeit und der Kooperation und Kommunikation als Ziel und Methode.

Beschreibund von schulischem Fehlverhalten

Streitigkeiten, Regelverstöße, Gewalthandlungen beziehungsweise Straftaten finden im schulischen Kontext in unterschiedlicher Häufigkeit und Schwere statt. Dabei unterscheiden wir:

Abb. Konflikt-Pyramide

Der Schulalltag ist in der Regel von Alltagskonflikten zwischen Schülern geprägt. Viele dieser Konflikte geraten aufgrund ihrer geringen Schwere oder kurzen Dauer häufig gar nicht erst in die Wahrnehmung der Erwachsenen. Wenn doch, bemühen sich unsere Lehrkräfte häufig erfolgreich um Beruhigung, Konfliktklärung und –bewältigung.

Bei einer Vielzahl von Grenzüberschreitungen und Regelverstößen gegen die Schulordnung werden über die spontane Hilfe der Pausenaufsicht oder der Klassen- und Fachlehrkraft hinaus initiiert, zum Beispiel Einladungen zu Elterngesprächen, Mediationsgespräche unter Schülern in einfachen Fällen ohne Anwendung von körperlicher Gewalt, Mediationsgespräche mit Lehrkräften und bei Gewalt immer mit der Schulleitung, Einberufung von Klassenkonferenzen.

Bei schweren Gewalthandlungen, Straftaten und Extremereignissen (z.B. Unglücke, Todesfälle) werden die Ereignisse schnellst möglich der Schulleitung gemeldet, die umgehend Meldung an Polizei und bei Kindeswohlgefährdung das zuständige Jugendamt einschaltet.

Alltagskonflikte und leichte Regelverstöße in den Pausen

Aus den Protokollen der Streitschlichtertätigkeiten, die in den letzten 3 Jahren immer wieder ähnliche Ergebnisse brachten, sind die Konfliktanlässe wie unten beschrieben.

Auswertung der Streitschlichterprotokolle der Schüler Schuljahr 2009/2010
Insgesamt befanden sich 37 Protokolle in der Mappe.  
Konfliktursache

Anzahl

   
Meinungsverschiedenheit

8

   
Beleidigung

9

   
Beschädigung einer Sache

1

   
Freundschaften auseinander bringen

0

   
Körperlicher Angriff

20

   
Verletzen einer Regel

8

   
Wegnehmen einer Sache

7

   

Aus den Protokollen der Streitschlichter geht hervor, dass Schülerinnen und Schüler aus allen Klassen sich an die Schlichter wenden. Dies kann dahin gehend gedeutet werden, dass man Streitschlichter in allen Klassen vertraut.Wenn wir davon ausgehen, dass es sich bei dieser Liste um Schlichtungen im Zeitraum von 180 Schultagen handelt ist zunächst festzustellen, dass es in unserer Schule nur relativ wenige Konflikte gibt, was auch den Pausenbeobachtungen der zurückliegenden Jahre entspricht.

Bestätigt wird dies auch durch die Schülerumfrage aus dem Jahre 2009.

Bei allen beschriebenen Konflikten handelt es sich um Alltagskonflikte, die nur von kurzer Dauer und geringer Schwere sind (Siehe Unfallmeldungen 2009: Anzahl 4).

Präventive Maßnahmen zur Förderung prosozialer Verhaltensweisen

In Ableitung aus unserem Schulprogramm und den Leitideen haben wir folgende Erziehungsziele:

Wir fördern folgende Erziehungsziele im weiteren Sinne:

  • Angenehme positive Lernatmosphäre
  • Einführung, Pflege und Unterstützung der prosozialen Verhaltensweisen
  • Unterbrechung von Negativkarrieren
  • Etablierung von Regeln und Grenzen
  • Kooperation mit wichtigen außerschulischen Partnern

Wir fördern folgende Erziehungsziele im engerern Sinne:

  • Sich in angemessener Weise sprachlich ausdrücken und durchsetzen können
  • Sozial kompetent handeln können:
  • Umgangsformen (Freundlichkeit, Höflichkeit, Tischmanieren, Rücksichtnahme, Bescheidenheit)
  • Soziale Verantwortung übernehmen können (Mitgefühl, Kameradschaft, Förderung der Vertrauensfähigkeit, Verpflichtungen einhalten, Hilfsbereitschaft und Zivilcourage)
  • Teamfähigkeit anbahnen und leben können
  • Konfliktfähigkeit ausbilden (Wie man Streitereien friedlich löst)
  • Toleranz gegenüber anders Denkenden
  • Unabhängigkeit im Denken, Wollen und Fühlen erreichen, um klare vernunftsbegründete Entscheidungen treffen zu können
  • Gefühle erkennen und ausdrücken lernen
  • Problemlösefähigkeiten entwickeln, um aus den Einbahnstraßen der Gewalt Auswege finden zu können
  • Selbstkontrolle erlernen und einüben

Präventions- und Interventionsmaßnahmen für unsere Schule:

Präventionsmaßnahmen an usnerer Schule:

  • Streitschlichtungen in den Pausen durch Schülerinnen und Schüler
  • Mediationsgespräche mit den Lehrkräften, bei Gewalt immer auch mit der Schulleitung
  • Gespräche in der Klasse, Klassenrat
  • Klassenregeln mit den Schülern nach aktuellen Streitanlässen (z.B. Pausenspiele) entwickeln
  • Gespräche mit Eltern bei häufigen Interventionen von Streitschlichtern mit denselben Schülern oder wenn schulexterne Unterstützungssysteme eingeschaltet werden müssen (Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche in Westerstede, Schulpsychologen, das zuständige Jugendamt in Westerstede).
  • Konflikte von Kindern selbst lösen lassen

Interventionsmaßnahmen an unserer Schule:

  • Regelmäßige dokumentierte Verhaltensbeobachtungen in Unterricht und Pausen nach dem ABC Modell (ABC antecedents, behaviour, consequences)
  • Auswertungen und Beschreibungen der Verhaltensweisen
  • Positive Erziehungsmaßnahmen:
  • Entwicklung positiver Beziehungen zum Kind
  • Förderung angemessenen Verhaltens
  • Gezielt neue Verhaltensweisen erlernen
  • Umgang mit Problemverhalten
  • Allgemeine Überlebenstipps
  • Sozialtraining als Einzel- oder Gruppentraining
  • Verhaltensverträge
  • Beratungsgespräche mit Eltern, Schülern, betroffenen Lehrern und Schulleitung
  • Unterstützung der Eltern/Lehrer bei Erziehungsfragen:
  • Triple-P-Kurse
  • Hinzuziehung von außerschulischen Institutionen und Organisationen

Maßnahmenkatalog, differenziert nach Schweregrad

Schweregrad Verantwortlich Maßnahmen
Einfache Streitigkeiten und Konflikte
  • Schüler lösen Konflikte selbst
  • Pausenaufsicht
  • Streitschlichter Schüler/innen
  • Mediation Lehrkräfte/Schulleitung
  • Mediationsgespräche
  • Präventive Unterstützung durch Lob bei positiven Lösungen, vorbildlichem Verhalten
  • Sinnvolle, interessante Pausenspiele anregen
  • Lob für positive Konfliktlösungen in Einzel- und Klassengesprächen
Mittelschwere Konflikte und leichte körperliche Gewalt; klare Grenzüberschreitungen von Regeln
  • Klassenlehrkraft
  • Schulleitung
  • Gemeinsam beschlossene Sanktionen durchführen
  • Evtl. Eltern mit einbeziehen
  • Evtl. Ordnungsmaßnahmen
  • Trainingsraummethode in abgewandelter Form
Wiederholte schwere Konflikte (z.B. Bedrohungen) oder Gewaltanwendungen
  • Klassenlehrkraft und Schulleitung in Kooperation mit außerschulischen Stellen
  • Täter-Opfer-Gespräche
  • Einschalten des Mobilen Dienstes für Soziale Emotionale Entwicklung
  • Ordnungsmaßnahmen
Schwere Straftaten
  • Schulleitung mit außerschulischen Stellen
  • Polizeiliche Anzeigen
  • Jugendamt einschalten
  • Ggf. Familiengericht
  • Landesschulbehörde informieren
Schulische Krisen (Explosion, Verletzung, Tod)
  • Schulleitung
  • Alle
  • 110  oder 112 anrufen
  • Einschaltung von Notdiensten

Kontaktaufnahmen zu Eltern

Evaluation

Unsere Evaluationsmaßnahmen sind:

  • Regelmäßig wiederkehrende Pausenbeobachtungen durch die Lehrkräfte
  • Jährliche Fragenbogen an Schülerinnen und Schüler sowie Eltern (SYSTEM4 – Fragebögen)
  • In zweijährigem Abstand Fragebogen zur Effektivität der Streitschlichtungen an Schülerinnen und Schüler
  • Ständig stattfindende kollegiale Fallanalysen oder Gespräche
  • Bei Bedarf Gespräche mit den Mitarbeitern des Mobilen Dienstes für Sozial Emotionale Entwicklung

Arbeits- und Sozialverhalten

Qualitätsmerkmale Sozialverhalten                      
Konfliktfähigkeit                      
Verhält sich bei Konflikten vorbildlich und trägt aktiv zur Lösung bei, kann im Streit vermitteln a                    
Verhält sich bei Konflikten ruhig und sachlich, bemüht sich um eine Lösung b                    
Verhält sich altersangemessen bei Konflikten, ist an einer Lösung interessiert c                    
Verhält sich ungeschickt bei Konflikten, ist wenig an einer Lösung interessiert d                    
Ist nicht an der Lösung von Konflikten interessiert und stört dabei häufig e                    
                       
Vereinbaren und Einhalten von Regeln, Fairness                      
Hält sich vorbildlich an Regeln und Vereinbarungen und ist sehr fair zu anderen a                    
Hält sich gut an Regeln und Vereinbarungen und ist fair zu anderen b                    
Hält sich im Allgemeinen an Regeln und Vereinbarungen und ist zu anderen überwiegend fair c                    
Hält sich selten an Regeln und Vereinbarungen und ist manchmal unfair zu anderen d                    
Hält sich nicht an Regeln und Vereinbarungen und ist zu anderen häufig unfair e                    
                       
Hilfsbereitschaft und Achtung anderer                      
Ist im Umgang mit anderen stets hilfsbereit und sehr rücksichtsvoll a                    
Ist im Umgang mit anderen meistens hilfsbereit und rücksichtsvoll b                    
Ist im Umgang mit anderen im Allgemeinen hilfsbereit und rücksichtsvoll c                    
Ist im Umgang mit anderen nur manchmal hilfsbereit und gelegentlich auch rücksichtsvoll d                    
Ist im Umgang mit anderen kaum hilfsbereit und eher rücksichtslos e                    
                       
Mitgestaltung des Gemeinschaftslebens                      
Beteiligt sich aktiv und engagiert am Gemeinschaftsleben a                    
Beteiligt sich engagiert am Gemeinschaftsleben b                    
Beteiligt sich im Allgmeinen engagiert am Gemeinschaftsleben c                    
Beteiligt sich aktiv und engagiert am Gemeinschaftsleben d                    
Ist nicht  am Gemeinschaftsleben interessiert e                    
                       
Fachlehrer/innen Ergebnisse                      
Konferenzvorschlag                      
Abstimmungsergebnis                      
Bemerkungen                      
                       
                       
Qualitätsmerkmale Arbeitsverhalten   D E M SU Rel KU Spo Wk Tx AG
Leistungsbereitschaft und Mitarbeit                      
Zeigt Freude an Lernen und Leistung und arbeitet sehr gut mit a                    
Zeigt meistens Leistungsbereitschaft und arbeitet gut mit b                    
Zeigt überwiegend Leistungsbereitschaft und arbeitet im Allgemeinen mit c                    
Zeigt selten die nötige Leistungsbereitschaft und arbeitet oft nicht mit d                    
Ist nicht leistungsbereit und arbeitet nicht mit e                    
                       
Ziel- und Ergebnisorientierung                      
Arbeitet besonders zielstrebig und ist sehr an Ergebnissen interessiert a                    
Arbeitet zielstrebig und ist meistens an Ergebnissen interessiert b                    
Arbeitet überwiegend zielstrebig und ist im Allgemeinen an Ergebnissen interessiert c                    
Arbeitet wenig zielstrebig und ist kaum an Ergebnissen interessiert d                    
Arbeitet nicht zielstrebig und ist nicht an Ergebnissen interessiert e                    
                       
Selbstständigkeit                      
Zeigt Freude an Lernen und Leistung und arbeitet sehr gut mit a                    
Zeigt meistens Leistungsbereitschaft und arbeitet gut mit b                    
Zeigt überwiegend Leistungsbereitschaft und arbeitet im Allgemeinen mit c                    
Zeigt selten die nötige Leistungsbereitschaft und arbeitet oft nicht mit d                    
Ist nicht leistungsbereit und arbeitet nicht mit e                    
                       
Sorgfalt und Ausdauer                      
Arbeitet besonders sorgfältig mit und mit großer Ausdauer a                    
Arbeitet meistens sorgfältig mit und zeigt viel Ausdauer b                    
Arbeitet im Allgemeinen sorgfältig mit und ausdauernd c                    
Arbeitet selten sorgfältig und wenig ausdauernd d                    
Arbeitet nachlässig und ohne Ausdauer e                    
                       
Fachlehrer/innen Ergebnisse                      
Konferenzvorschlag                      
Abstimmungsergebnis                      
Bemerkungen                      
                       
                     

Dokumentation der individuellen Lernentwicklung Klassen 1 und 2

Name: Vorname: Klasse:

Arbeitsverhalten

- arbeitet aktiv im Unterricht mit
- hört Mitschülern & Lehrkräften im fachlichen Unterrichtsgespräch zu
- arbeitet ausdauernd
- arbeitet zielstrebig (konzentriert; ohne Ablenkung)
- erledigt die vorgegebenen Aufgaben in der vorgesehenen Zeit
- erledigt vorgegebene Aufgaben ohne Hilfe
- arbeitet sauber und sorgfältig
- hält Ordnung am Arbeitsplatz und im Fach
- erledigt die Hausaufgaben regelmäßig und sorgfältig
- hat die Arbeitsmittel stets vollständig
- kann neue Lerninhalte sicher erfassen, behalten und anwenden
 
 

Sozialverhalten

- erscheint pünktlich zum Unterricht
- kann vereinbarte Regeln einhalten
- geht rücksichtsvoll mit anderen um
- kann andere Personen um Hilfe bitten bzw. bietet Hilfe an
- geht verantwortlich mit fremden Eigentum um
- findet einen angemessenen Kontakt zu den Mitschülern
- findet einen angemessenen Kontakt zu den Lehrkräften
- führt Aufträge zuverlässig aus
- kann mit Kritik umgehen
- kann mit einem Partner zusammen arbeiten
- findet angemessene Lösungswege zur Konfliktbewältigung
 
 

A: verdient besondere Anerkennung;
B: entspricht den Erwartungen in vollem Umfang;
C: entspricht den Erwartungen;
D: entspricht den Erwartungen mit Einschränkungen;
E: entspricht nicht den Erwartungen.

Dokumentation der individuellen Lernentwicklung Klassen 3 und 4

Jeweils 2 Wochen vor den Zeugniskonferenzen beraten die Klassen- und Fachlehrerinnen und Fachlehrer und einigen sich auch eine gemeinsame Note für das Arbeits- und Sozialverhalten (siehe Beschluss DB Februar 2010)

Hausaufgaben
Hausaufgaben sind Pflichten der Schüler, die regelmäßig zu erbringen sind.
• Die Schule unterstützt Eltern und Schüler durch Beratung, wenn Hausaufgaben unregelmäl3ig oder nicht erledigt werden.
• Die Beratung basiert auf drei Ebenen:
a) allgemeine Informationen (siehe Grundsatzreferat);
b) persönliche Gespräche mit dem Ziel Verhaltens- und Handlungsalternativen zum Fehlverhalten zu entwickeln;
c) Einbeziehung externer Organisationen oder Institutionen.

  • Hausaufgaben gehören zu den Pflichten, die Kinder in der Schule
    übernehmen müssen. Kinder, die zu Hause nicht mithelfen müssen, haben dieses Pflichtgefühl oftmals noch nicht entwickelt. Oder Eltern erwarten zu schnell zu viel von Ihren Sprösslingen oder Kinder haben Lernschwächen, die sich erst mit Eintritt in die Schule zeigen.
  • Maßnahmen, wenn Kinder keine Hausaufgaben erledigen:
  • Die Schule hat für Eltern einen Text zur Orientierung für diese Fälle erarbeitet, die bei Beratungsgesprächen auch ausgehändigt werden können,
  • Die Grundschule hat sich zum Ziel gesetzt die Hausaufgabenbetreuung für Kinder, die Unterstützung brauchen, wieder einzuführen.
  • Wenn ein Schüler seine Hausaufgaben innerhalb eines kurzen Zeitabstandes „vergisst“, findet mit dem betroffenen Lehrer, den Eltern und der Schulleitung ein Beratungsgespräch statt. Dieses hat folgenden Aufbau:
  • Ursache benennen;
  • Diagnostik erarbeiten: Anstrengungsvermeidung, Arbeitsvermeidung, Prüfungsangst, Lebenskrise, Beziehungsstörung, depressive Störung, Ängste?
  • Verhaltensvertrag entwickeln
  • Regelmäßige zunächst kurzfristige Beratungstermine um Erfolg verbindlich zu machen;
  • Bei Misserfolg externe Berater hinzuziehen.

Methodencurriculum Kommunikation und Kooperation
(Entwurf muss noch bearbeitet werden)

Unser Förderkonzept

• Kindergartenzeit: Sprachstandsanalyse und Förderung ,Ermittlung des Sprachstandes aller Kinder, die jeweils im übernächsten Jahr eingeschult werden.
Darauf folgt eine einjährige Förderung des aktiven und passiven Wortschatzes bis zur Einschulung.
• Übergang zur Schule:
In Absprache mit den Kindergärten werden nach Entbindung der Schweigepflicht durch die Eltern Stärken und Schwächen der Kinder in der sog. Lernstandsanalyse zu Beginn des ersten Schuljahres erhoben, um eine individuelle Förderung der Kinder während der Schulzeit gewährleisten zu können.
• Sozialverhalten:
Wir fördern prosoziales Verhalten der Schüler/innen durch die Methoden der positiven Erziehung sowie durch geeignete Programme für diese Altersstufe.
Bei herausforderndem Verhalten beziehen wir je nach Kind und Problematik außerschulische Organisationen zur Behebung mit ein.
• Regionales Integrationskonzept: (Betreuung lernschwacher Schüler)
Die Kolleginnen und Kollegen der Astrid-Lindgren-Schule in Edewecht unterstützen unsere Arbeit durch Diagnostik, Beratung, Förderung und Unterricht an unserer Schule für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
• Begleitende Diagnostik: Erhebung von Lern- und Verhaltensproblemen
Schüler mit besonderen Begabungen, mit vorübergehenden Lernstörungen in Teilbereichen des Lernens oder des Verhaltens werden durch begleitende Diagnostik und Förderung betreut.
• Hausaufgabenbetreuung
Wir verweisen an dieser Stelle auf den Punkt 6: unser Hausaufgabenkonzept.
• Zusätzliche Förderung durch Klassenlehrer/innen: Wir bieten in den Klassen differenzierten Unterricht an, um alle Kinder bestmöglich zu fördern.
• Zusätzliche Förderung durch Elternbeteiligung: Eltern sind in vielfältiger Weise willkommen, bei unserer gemeinsamen Aufgabe zu helfen: als Berater/innen im Computerraum, als „Lesemütter“, Mithelfer/innen bei Projekten usw.
• Einbeziehung anderer Institutionen:
Durch die Veranstaltung, Organisation und das Angebot der Elternmesse haben wir zahlreiche Kontakte zu außerschulischen Institutionen im Bereich der Lernförderung, Gesundheitserziehung sowie der sinnvollen Freizeitgestaltung. Wir können Eltern gezielt beraten, Kontakte vermitteln und therapeutische Maßnahmen empfehlen
• Unterstützung von Eltern durch das Erziehungsprogramm Triple P:
Wir unterstützen Eltern in der beglückenden aber auch schwierigen Aufgabe der Erziehung durch das Erziehungs- Programm Triple P, damit Kindererziehen wieder Spaß macht und Eltern erleben, dass sie selbstwirksam viele Probleme meistern können.
Durchgeführte Maßnahmen im Schuljahr 2007/2008/09/10
• Unterstützung der Schüler im Lernprozess:
(aus dem Schulinspektionsbericht Mai2008)
Die Schule ermittelt und dokumentiert die Lernausgangslage der Schülerinnen und Schüler durch ein Verfahren zur Eingangsdiagnostik („Bereit für die Schule“), das durch Informationen und Anregungen der Erzieherinnen des Kindergartens ergänzt wird. Nach der Einschulung wird die individuelle Lernentwicklung durch Beobachtung und Diagnoseverfahren (Hamburger Schreibprobe, DEMAT) ermittelt und dokumentiert. Zur Dokumentation erprobt die Schule derzeit unterschiedliche Verfahren, die tabellarische Übersichten über die Lernstände, Förder- und Sonderfördermaßnahmen und Zielvereinbarungen (Elterngespräche) vorsehen.
Die Schülerinnen, Schüler und Erziehungsberechtigten bestätigten, dass sie von den Lehrkräften über die Lernstände informiert werden. Die Lehrkräfte zeigen sich auch bereit, telefonisch oder in kurzfristig anberaumten persönlichen Gesprächen über die individuelle Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler zu informieren.
Die Grundschule am Wiesengrund verfügt über ein besonders differenziertes und wirksames Förderkonzept basiert auf der Selbstverpflichtung im Leitbild, Unterschiede als Herausforderung zu empfinden, Schülerinnen und Schüler zu ermutigen, zu best möglichen Leistungen zu motivieren und Leistungsschwächere möglichst früh und umfassend individuell zu fördern. Das Förderkonzept ist Bestandteil des Schulprogrammes, wird regelmäßig evaluiert, benennt die wesentlichen Förderbereiche und beschreibt Maßnahmen und Zuständigkeiten (Eingangs-, begleitende Diagnostik, Sprachförderung, Teilnahme am regionalen Integrationskonzept, differenzierter Unterricht, Hausaufgabenbetreuung, Elternschule, pro-soziale Erziehung). Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Ausgleich von Sprachdefiziten der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund. Sprachfördermaßnahmen im vorschulischen Bereich, im Schulkindergarten und in der Grundschule bauen aufeinander auf. Fachleistungsdefizite werden durch standardisierte Verfahren (DERET, DEMAT) diagnostiziert. Motorische Defizite werden im Sportunterricht beobachtet und durch Sportförderunterricht bearbeitet. Verhaltensdefiziten wird durch ein pro-soziales Erziehungskonzept begegnet; in Einzelfällen wird auch die Streitschlichterausbildung zur Therapie von Schülern mit Defiziten im sozialen Verhalten eingesetzt. Fördermaßnahmen werden von den Lehrkräften im Rahmen der alltäglichen Kommunikation verabredet und mittels innerer Differenzierung, Einsatz von Doppelbesetzungen, Einsatz von Förderschullehrkräften, Elternunterstützung (Leseeltern), zusätzlicher Förderstunden und Hausaufgabenbetreuung durchgeführt. Ein differenziertes Dokumentationsinstrument befindet sich in Entwicklung.
Die Schule hat sich durch ihr Förderkonzept im besonderen Maße auf das Erkennen und die Förderung besonderer Begabungen ausgerichtet. Die Lehrkräfte der Schule haben eine Ausbildung zum Begabtenpädagogen (Karg-Stiftung, Frankfurt am Main)und eine Fortbildung im Bereich Mathematik und besondere Begabungen absolviert. Die Schule arbeitet mit den Grundschulen Ofen, Edewecht und Friedrichsfehn und dem Gymnasium Bad Zwischenahn im Hochbegabtenverbund zusammen. Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen werden durch Beobachtungen und Diagnoseverfahren ermittelt. Ein Afrika Projekt (Entwicklung einer Präsentation), die Mitwirkung im Projekt „Känguru der Mathematik“ , die Teilnahme an der Mathematikolympiade und besondere Lernorganisation nach der Methode „Forschendes Lernen“ (vgl. Brunner, Esther, 2001, Forschendes Lernen. Eine begabungsfördernde Unterrichtskonzeption) stehen den Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen derzeit als Angebote zur Verfügung.
Die Schule organisiert Angebote zur Förderung der Konzentrations- und Lernfähigkeit ihrer Schülerinnen und Schüler durch Bewegungsorientierung (Lauferziehung, Teilnahme an Lauf- und Sportveranstaltungen, alternative Bundesjugendspiele, Sportabzeichen Tag, Sportförderunterricht, Schulhof- und Pausengestaltung mit vielfältigen Spiel- und Bewegungsangeboten), Angebote zum Stressabbau(Yoga-Arbeitsgemeinschaft), die Teilnahme am Projekt „Klasse 2000“ und die Förderung eines gemeinsamen Schulfrühstücks.
• Bei 47 Kindern wurde in diesem Jahr die Sprachstandanalyse durchgeführt. 9 Kinder wurden im Rahmen der Sprachfördermaßnahmen betreut. Die Durchführung der Sprachfördermaßnahmen in unserer Schule hat sich bewährt. Problemfeld ist nach wie vor, dass einige Eltern die regelmäßige Teilnahme an diesem Angebot für ihre Kinder nicht wahrnehmen.
• Die Lernstandsanalyse „Bereit für die Schule“ wurde für die Erstklässler im neuen Schuljahr durchgeführt. Die Erfahrungen zeigen, dass die Vorhersage für Probleme im Bereich des Erstunterrichts Rechnen und der phonologischen Bewusstheit im Bereich des Lesen- und Schreibenlernens in den meisten Fällen zutraf. Problemfelder sind eine weitere differenziertere Aussage die Fächer Rechnen, Lesen und Schreiben. Der Einführungstest gibt keine Aussage über das zu erwartende Sozialverhalten der Kinder in Hinsicht auf Gruppenfähigkeit und dem Befolgen wichtiger Anweisungen durch die Lehrkräfte. Es gibt zunehmend Probleme mit Kindern, die nicht bereit sind, ihre eigenen Bedürfnisse zurückzunehmen, bis sie an der Reihe sind, die nicht mit anderen teilen mögen, die sich in die Lage anderer hineinversetzen können und es gibt zunehmend Kinder, die sich mit Wutanfällen durchzusetzen versuchen. In Zusammenarbeit mit dem Kindergarten gilt es hier bessere Übergänge und Einschätzungen zu erarbeiten.
• Im zurückliegenden Schuljahr haben sich viele Eltern an den Zusatzveranstaltungen beteiligt. 5 Lesepaten bereicherten unser Schulleben durch ehrenamtlichen Einsatz. Insgesamt standen 70 Eltern von den 200 an unserer Schule mit tatkräftiger Hilfe zur Verfügung.


Informationskonzept

• Aktuelle Rundschreiben an die Eltern:
In den inzwischen monatlich erscheinenden Rundschreiben werden den Eltern und Schülern wichtige Termine, Veränderungen und Vorhaben mitgeteilt
• Die Rundschreiben werden von Lehrkräften und Eltern gemeinsam entworfen und gestaltet.
• Es gab 8 Elternmitteilungen als Rundschreiben. Die Eltern und Schülerinnen und Schüler waren sporadisch an der Erstellung der Rundschreiben beteiligt.
• Die Homepage wurde übers Jahr mit zahlreichen Fotos versehen auf aktuellem Stand gehalten. Die Arbeit wurde auch von der Schulinspektion als „sehr engagiert und herausragend“ eingeschätzt.


Vertretungskonzept der Grundschule am Wiesengrund
Vorbemerkungen
Als verlässliche Grundschule bietet die Grundschule am Wiesengrund eine Unterrichts- und Betreuungszeit von 5 Zeitstunden pro Unterrichtstag (7:45 Uhr bis 12:45 Uhr). Es ist sicherzustellen, dass es innerhalb dieses Zeitraums keinen Betreuungsausfall gibt. Für den Fall der Abwesenheit von Lehrkräften wird deren Vertretung durch das notwendige Vertretungskonzept geregelt.
Vertretungsgründe
Gründe für die Abwesenheit von Lehrkräften können sein:
plötzliche und kurzfristige Erkrankungen
längerfristige Krankheit
schulische bzw. unterrichtsbedingte Abwesenheit (z.B. Klassenausflug, Klassenfahrt und Klassenprojekte)
Fortbildungen
Beurlaubung oder Unterrichtsbefreiung aus persönlichen Gründen
Maßnahmen zur Vermeidung von Unterrichtsausfall
Um Vertretungsausfälle verlässlich zu verhindern gibt es u.a. eine fünfprozentige Vertretungsreserve. Für den kurzfristigen Ausfall einer Lehrkraft – von bis zu sechs Wochen – beschäftigt die Schule sogenannte Vertretungskräfte. Die Vertretungskräfte arbeiten als Teilzeitbeschäftigte und stehen auf Abruf zur Verfügung.
Für den Vertretungsfall sind folgende Maßnahmen vorgesehen:
Zusammenlegung oder Aufteilung einer Klasse
Auflösung von „Doppelbesetzungen“ (zwei Lehrkräfte unterrichten parallel eine Lerngruppe)
Beaufsichtigung der Schulklasse durch eine/n pädagogischen Mitarbeiter/in (Betreuungskraft)
Vertretungsunterricht durch Mehrarbeit von teilzeitbeschäftigten Lehrkräften
Vertretung durch Lehrkräfte aus der Vertretungsreserve
bei vorhersehbar längerfristigen Vertretungssituationen:
o Einsatz von „Feuerwehr“-Lehrkräften
o Abordnung von Lehrkräften anderer Schulen mit Zustimmung der Lehrkräfte
Qualifikation der Vertretungskräfte
Wichtige Voraussetzungen für die Auswahl von Vertretungskräften sind:
die pädagogische Eignung und Ausbildung
die Fähigkeit und Bereitschaft zur Kooperation mit der Schulleitung, dem Kollegium und den Eltern
das Interesse an der Arbeit mit den Kindern
eine positive Grundeinstellung
zeitliche Flexibilität
Die Eignungskriterien der Betreuungskräfte orientieren sich an denen der Vertretungskräfte. Eine pädagogische Ausbildung wird nicht zwingend vorausgesetzt. In diesem Fall sind Erfahrungen in der ehrenamtlichen Kinder- und Jugendarbeit wünschenswert.
Informationsablauf
Im Krankheitsfall melden sich die betroffene Lehrkräfte/Mitarbeiter frühestmöglich bei der Schulleitung (Konrektorin). Die Vertretungslehrkräfte bzw. Betreuungskräfte werden von der Schulleitung benachrichtigt und eingeteilt.
Im Falle einer Fortbildung oder eines Sonderurlaubs erfolgt die Information mit dem Antrag bzw. der Anmeldung. Klassenausflüge, Projekte etc. müssen frühzeitig (spätestens eine Woche vor der Durchführung) gemeldet werden.
Sicherung der Unterrichtskontinuität
Eine wichtige Voraussetzung, um im Vertretungsfall eine kontinuierliche und sinnvolle Fortführung der pädagogischen Arbeit zu gewährleisten, ist die verantwortungsvolle Kooperation aller Kolleginnen und Kollegen.
Je nach Vertretungssituation wird die Unterrichtskontinuität daher durch unterschiedliche Maßnahmen gesichert. Ist die Vertretungssituation vorhersehbar (z.B. Klassenfahrt, Fortbildung) stellen die zu vertretenden Lehrkräfte Aufgaben für ihre Schüler bereit, sodass die Unterrichtsinhalte in der Regel problemlos fortgesetzt werden können.
Im Fall der plötzlichen Erkrankung einer Lehrkraft trifft diese – wenn möglich – mit der Vertretungslehrkraft Absprachen über Inhalte und Arbeitsweisen für den Vertretungsunterricht. Dies kann auch schriftlich oder telefonisch erfolgen. Sollte die Möglichkeit eines Austausches nicht gegeben sein, so unterstützt der jeweilige Parallelklassenlehrer die Vertretungskraft bei der Beschaffung von Arbeitsmaterialien. Die Vertretungskraft orientiert sich darüber hinaus an schulinternen Stoffplänen sowie am Klassenbuch. Für den Notfall befindet sich im Lehrerzimmer ein Ordner mit Kopiervorlagen für die verschiedenen Klassenstufen und zu verschiedenen Themen.
Zudem wird die Qualifikation der Vertretungskräfte durch regelmäßige Fortbildungen gewährleistet.
Bad Zwischenahn , den Jan 2013


Qualifizierungskonzept

Folgende Grundsätze sind die Eckdaten für die Qualifizierung aller Mitarbeiter/innen und Lehrkräfte an unserer Schule:
Vier wesentliche Stichworte zum Soll-Konzept:
• Auf Jede und Jeden kommt es an!
• Gemeinsames Erarbeiten von Zielen;
• Schüler/Elternorientierung;
Zukunftsorientierter Einsatz neuer Techniken
• Jede(r) Mitarbeiter/in, erhält ein eigenes Qualifizierungskonto anhand dessen Fortbildungsstands, die Fortbildungsplanung und der Fortbildungserfolg dokumentiert werden kann.
• Der Qualifizierungsbedarf wird im Rahmen eines Zielvereinbarungsgespräches zwischen Lehrkraft und Schulleitung ermittelt.
• Der Bedarf wird nach Schlüsselkompetenzen unterschieden. Es soll Fachwissen geschult werden, sondern bewusst auch Methodenkompetenz, Personalentwicklungskompetenz sowie Sozialkompetenz. Wesentlich sind auch Kenntnisse und Fähigkeiten im PC-Bereich.
• Der Markt an Qualifizierungsangeboten soll beobachtet und qualitativ hochwertige Angebote ausgesucht werden.
• Es wird eine jährliche Qualifizierungsstatistik angefertigt.
• Wichtig ist die Zufriedenheit der Fortbildungsbesuche (Feedback-Formulare).
• Der Personalrat soll nach Bedarf zu den Entscheidungen hinzugezogen werden.
Durchgeführt Maßnahmen im Schuljahr 2007/2008/2009/2010
• Die Qualifizierungsskonten für jede Lehrkraft wurde geführt.
• Mit jeder Lehrkraft wurde ein Mitarbeitergespräch geführt und Qualifizierungsbedarfe ermittelt.
• Unterrichtsbesuche durch den Schulleiter wurden im laufenden Schuljahr durch die kollegiale Hospitation alternativ ersetzt.

Sicherheits- und Gesundheitskonzept

Die erste Leitfrage lautet: Was macht den Menschen krank und wie kann man es vermeiden zu erkranken? Daraus ergeben sich folgende Grundprinzipien:
• Bewahrung von Leben und Gesundheit;
• Abwehr schulbedingter Unfall- und Gesundheitsgefahren;
• Schutz vor schulbedingten Verletzungen und Erkrankungen;
• Eintrittswahrscheinlichkeit von Unfällen oder Erkrankungen senken und Schadensausmal3 begrenzen;
• Präventiv arbeiten und planen statt nur reaktiv.
Die zweite Leitfrage heißt: Was hält den Menschen gesund und wie können diese Ressourcen gestärkt werden?
Die sich daraus ergebende Gesundheitsförderung beruht auf
• dem Prozess zur Erlangung körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens;
dazu ist ein hohes Mal3 an Selbstbestimmung über die eigene
Gesundheit nötig;
der Befähigung zur Stärkung der eigenen Gesundheit Zur Umsetzung dieser Leitfragen verpflichtet sich die Schule zu folgenden Mal3nahmen:
• Die Mobilitätserziehung ist Bestandteil des Stundenplanes und beinhaltet zum Beispiel für Erstklässler Fragen und Antworten zum sicheren Schulweg und für ältere Schüler die Fahrradprüfung. Im Rahmen dieser Verkehrserziehung und
• Aufklärung vermitteln wir Schüler/innen Qualifikationen zu sicherheitsbewusstem Verhalten im Stral3enverkehr, erstellen Schulwegpläne in Zusammenarbeit mit der Polizei, beaufsichtigen Schüler an der Schulbushaltestelle.
• Alle Mitarbeiter der Schule nehmen in einem 2 bis 3jährigen Rhythmus an Auffrischungen zu Erste-Hilfe-Mal3nahmen teil.
• Mindestens 2-mal im Jahr finden Brandschutzübungen in der Schule statt.
• Schüler/innen werden jährlich über folgende Gefahren belehrt: Gefahren bei Benutzung der Schulbusse und das Verhalten an den Bushaltestellen, die Schulordnung, über das Verbot des Mitbringens von Fahrtenmessern und Waffen, das Verhalten bei Munitionsfunden oder von Gift- und Schadstoffen, den Missbrauch von Feuerwerkskörpern, die Gefahren bei Eis- und Schneesport, über Gefahren bei Brandstiftungen durch Kinder, den Umwelt- und Tierschutz, die Verhütung von Wald- und Moorbränden, die Verhütung von Badeunfällen.
• Wir kontrollieren alle schulfremden Personen, die sich im Gebäude aufhalten und sprechen alle Erwachsenen an.
• Die Schule erarbeitet in Zusammenarbeit mit der Polizei einen Plan zur Sicherheit bei Amoklage aus, dazu sollen dann jährlich zwei Schulräumungsübungen stattfinden.
• Schliel3lich gehören zur Umsetzung auch die menschengerechte Arbeitsgestaltung wie sichere und gesundheitsgerechte Gestaltung des Arbeitsplatzes für Schüler/innen und Personal der
Schule, die Arbeitsorganisation, die sozialen Beziehungen am Arbeitsplatz, Fördermaßnahmen von Gesundheit, Vermeidung von Gesundheitsbeeinträchtigungen, Beachtung der individuellen physischen und psychischen Leistungsvoraussetzungen, Förderung der Persönlichkeit und Zufriedenheit aller Personen in der Schule.
• Verantwortung der Eltern: Rückhaltesysteme im KFZ nutzen, verkehrssichere Fahrräder, Einhalten der Geschwindigkeitsbeschränkungen, einhalten der Park- und Halteverbote (Vorbildfunktion!).
• Schicken Sie Ihr Kind vor Unterrichtsbeginn so rechtzeitig los, dass es sich in Ruhe umziehen und seinen Platz im Klassenzimmer einnehmen kann.
• Es wird als selbstverständlich vorausgesetzt, dass ein krankes Kind zu Hause betreut wird.
• Zahnprophylaxe durch Gesundheitsamt.
• Unterrichtseinheiten zum gesunden Frühstück.

Durchgeführte Maßnahmen im Schuljahr 2007/2008/2009/2010/2011

• Im zurückliegenden Schuljahr wurde im Rahmen der Mobilitätserziehung ein sicherer Schulweg zur Grundschule in Zusammenarbeit mit der Polizei erarbeitet und unter www.schulwegplaner.de veröffentlicht, damit den Eltern zugänglich gemacht. Außerdem wurden wieder in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Eltern die Fahrradprüfungen abgenommen.
• Auffrischungen zu Erste-Hilfe-Maßnahmen sind erst im Schuljahr 2012/2013 notwendig.
• Es fanden insgesamt 4 Brandschutzübungen in der Schule statt, eine war angekündigt, 3 waren unangekündigt. Beanstandungen gab es keine.
• Belehrungen zu besonderen Gefahren fanden im Rahmen des Klassenunterrichts statt.
• Präventive Maßnahmen zu einer evtl. Amoklage wurden an der Schule durch die Kriminalpolizei ergriffen. Einzelheiten werden nicht veröffentlicht. Ein Gespräch zum Thema fand mit dem Polizeipräsidenten statt.
• Es wurden Maßnahmen aus den Befragungsergebnissen Bugis zur psychosozialen Situation an der Schule ergriffen. Dazu gehören Unterstützung der Kollegen im Umgang mit „schwierigen“ Schülern, gemeinsame Maßnahmen zur Verbesserung der Unterrichtsqualität, Anfänge zur Teamentwicklung (jeder 2. Montag wird zu klasseninternen Absprachen genutzt), Gespräche über „Burn-out“ und Belastungen haben in den Dienstgesprächen stattgefunden und die Gespräche zu einem einheitlichen Konzept Unterrichtsstörungen und Disziplinkonflikte.
• Problemfelder: Absprachen zu einheitlichen Erziehungsstrategien bei immer wiederkehrenden belastenden Verhaltensweisen von Schülern. Stressmildernden Umgang in schwierigen Situationen, Teamentwicklung, ökonomischer Umgang mit Arbeitsbelastungen.

Konzept zur Einrichtung einer „Offenen Ganztagsschule“ an der Grundschule am Wiesengrund
in Bad Zwischenahn
zur Vorlage bei der Gemeinde Bad Zwischenahn,
zur Vorlage beim Schulausschuss, 21.04.08, 17.00 Uhr


Ziele:
Die Offene Ganztagsschule entwickelt ein neues Verständnis von Schule.
Die Offene Ganztagsschule

  • bietet für alle Beteiligten und Betroffenen an drei Tagen der Woche (Montag, Dienstag und Mittwoch) einen verlässlichen Rahmen von 8.00 Uhr bis 15.30 Uhr [durch die Mensa-Öffnungszeiten sind uns die Tage vorgegeben];
  • ermöglicht mehr Zeit und Gelegenheit für Bildung und Erziehung, individuelle Förderung, Spiel- und Freizeitgestaltung;
  • fördert die Zusammenarbeit mit Vereinen, Jugendhilfe usw. in der Gemeinde;
  • trägt zu einer Veränderung der Lehr- und Lernkultur bei.
    Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 besteht an der Grundschule am Wiesengrund eine Betreuungsmaßnahme in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten Mozartstraße bzw. dem Deutschen Roten Kreuz. Aufgrund der monatlichen Beiträge für Eltern kann diese Maßnahme nicht von allen Eltern genutzt werden, die eine Ganztags¬betreuung wünschen oder nötig bräuchten.
    Um die oben genannten Ziele besser verwirklichen zu können, strebt die Grundschule am Wiesengrund die Umgestaltung in eine Offene Ganztagsschule an.

Betreuungszeiten im Ganztagsangebot:
Die Betreuungszeiten sind an den Wochentagen Montag, Dienstag und Mittwoch unter Einschluss der allgemeinen Unterrichtszeiten in der Regel von 8.00 Uhr bis 15.30 Uhr. Donnerstags und freitags endet der Unterricht für die ersten und zweiten Klassen um 12.15 Uhr. [Für die dritten und vierten Klassen endet der Unterricht am Donnerstag um 13.25 Uhr und am Freitag um 12.35 Uhr. (zunächst nicht relevant)] An Samstagen, Sonntagen, Feiertagen und in den Ferien ist kein Betreuungsangebot vorgesehen.

Gruppen:
Mit Beschluss des Schulvorstandes vom 16. Januar 2008 und mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 soll das Betreuungsangebot zunächst für Kinder der Jahrgänge eins und zwei gelten. In den darauf folgenden Schuljahren soll jeweils eine Jahrgangs Stufe hinzukommen. 2010/2011 werden dann die Kinder der Klassen eins bis drei und im Schuljahr 2011/2012 alle vier Jahrgänge ein Betreuungsangebot im Rahmen der Offenen Ganztagsschule haben.

Räumlichkeiten:
Für die Kinder der Übermittagsbetreuung (12.15 Uhr bis 13.45 Uhr) stehen drei Räume im Neben- und Hauptgebäude der Schule zur Verfügung. Es gibt einen direkten Zugang zum Schulhof.
Diese Räume sollen den Kindern Möglichkeiten zum Ausruhen, Spielen, Basteln etc. geben. Das Team der Übermittagsbetreuung sollte aus Mitarbeitern/innen des Ganztagsbetriebs bestehen.
Bei voller Funktionsfähigkeit der Ganztagsschule würden alle Räume des Nebengebäudes für die Übermittagsbetreuung gebraucht. Bei einer Klassenkapazität von mehr als 10 Klassen (zwei Jahrgänge dreizügig, zwei Jahrgänge zweizügig), reichte die räumliche Kapazität der Schule dann nicht mehr aus, es müsste angebaut werden bzw. eine Aufnahmebeschränkung ausgesprochen werden.
Aus dem Niedersächsisches Schulgesetz § 59a; Aufnahmebeschränkungen: „Die Aufnahme in Ganztagsschulen (...) kann beschränkt werden, soweit die Zahl der Anmeldungen die Aufnahmekapazität der Schule überschreitet. Übersteigt die Zahl der Anmeldungen die Zahl der verfügbaren Plätze, so werden die Plätze durch Los vergeben.“
Zunächst werden in vollem Umfang die Schüler/innen des Einzugsgebietes berücksichtigt. Erst die darüber hinaus verfügbaren Plätze unterliegen dem Losverfahren. Diese Aufnahmebeschränkungen sind notwendig, um die wohnortnahe Verfügbarkeit der Grundschulen in Bad Zwischenahn zu erhalten.

Mittagessen in der Mensa
(12.35 Uhr bis 13.45 Uhr):
Das Mittagessen sollte in der Zeit von 12.45 Uhr bis 13.15 Uhr (nach Absprache mit dem Schulleiter der Hauptschule) eingenommen werden. Da es im Neubau der Hauptschule in fußläufiger Nähe eine neueingerichtete Mensa gibt, könnte - mit Zustimmung der betroffenen Beteiligten - das Essen dort eingenommen werden.
Hausaufgabenbetreuung

(13.45 Uhr bis 14.30 Uhr bzw. 14.45 Uhr bis 15.30 Uhr):
Die im Ganztagsbetrieb angemeldeten Kinder sollen in Gruppen bei der Anfertigung ihrer Hausaufgaben betreut werden. Maximale Gruppengröße ist ohne externe Hilfe (Eltern) auf 15 Kinder beschränkt.
Nachmittagsangebote

(13.45 Uhr bis 14.30 Uhr bzw. 14.45 Uhr bis 15.30 Uhr):
Die Kinder sollen ihre Zeit weitgehend selbständig und für sie sinnvoll nach eigenen Interessen und Bedürfnissen orientiert an den Angeboten strukturieren. Da Kinder immer weniger Möglichkeiten haben, sich fußläufig mit Gleichaltrigen zu treffen und eigenverantwortlich untereinander handeln können, bietet die Übermittagsbetreuung der Grundschule am Wiesengrund einen gruppenübergreifenden Arbeitsansatz.
Darüber hinaus wird den Kindern die Freiheit eingeräumt, ihre eigenen Spielideen zu verwirklichen. Material und Anregungen werden gemeinsam entwickelt. Die geförderte Eigenaktivität der Kinder soll einen Beitrag leisten zur Erziehung zur Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit. Auch ihre Konflikte sollen die Kinder möglichst selbständig und friedlich lösen lernen. Sie werden dabei von den Erwachsenen (Streitschlichterprogramm/Sozialtraining) unterstützt und angeleitet. Dabei lernen sie die Regeln und Gesetze, die für ihr eigenes Leben und das der demokratischen Gemeinschaft handlungsleitend sind.

Inhalte der Angebote:

  • Spielgruppen (Gesellschaftsspiele, Kartenspiele, Rollenspiele);
  • Ästhetische Erziehung (Basteln, Werken, Zeichnen, Gestalten mit Materialien, Theater);
  • Sport- und Bewegungsangebote (Tischtennis, Fußball, Turnen, Sportförderunterricht etc.);
  • Gesundheitserziehung (Bewegung, Ernährung, Hygiene);
  • Medienerziehung (Arbeiten am PC etc.);
  • Musizieren (Zusammenarbeit mit der hiesigen Musikschule);
  • Förderangebote für besonders begabte Kinder der Schule.
  • In Zusammenarbeit mit dem hiesigen Naturschutzverein könnte der Wiesengrund zu einem fußläufigen attraktiven Aktionsraumqualitätsspielplatz umgeformt werden.
  • Fördermaßnahmen: Inhaltlich sollen die Fördermaßnahmen für Kinder mit Schwierigkeiten im schriftlichen und sprachlichen Umgang mit der deutschen Sprache ausgebaut werden (DaZ: Deutsch als Zweitsprache) und der musische Bereich stärker in die Angebote einbezogen werden.

Unterrichtszeiten:

Zeiten: Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
07.45 Uhr bis 08.00 Uhr
Einlass der Kinder
Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4
08.00 Uhr bis 08.45 Uhr
erste Stunde
Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4
08.45 Uhr bis 08.50 Uhr
kleine Wechselpause
Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4
08.50 Uhr bis 09.35 Uhr
zweite Stunde
Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4
09.35 Uhr bis 09.45 Uhr
Frühstück in Klassen
Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4
09.45 Uhr bis 10.00 Uhr
erste große Pause
Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4
10.00 Uhr bis 10.45 Uhr
dritte Stunde
Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4
10.45 Uhr bis 10.50 Uhr
kleine Wechselpause
Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4
10.50 Uhr bis 11.35 Uhr
vierte Stunde
Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4
11.35 Uhr bis 11.50 Uhr
zweite große Pause
Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4 Klasse 1 - 4
11.50 Uhr bis 12.15 Uhr
kleine Stunde
Klasse 1 – 2
(Schulschluss)
Klasse 1 – 2
(Schulschluss)
Klasse 1 – 2
(Schulschluss)
Klasse 1 – 2
Schulschluss
Klasse 1 – 2
Schulschluss
11.50 Uhr bis 12.35 Uhr
fünfte Stunde
Klasse 3 – 4
Schulschluss
Klasse 3 – 4
Schulschluss
Klasse 3 – 4
Schulschluss
Klasse 3 - 4 Klasse 3 – 4
Schulschluss
12.15 Uhr bis 13.45 Uhr
Mittagspause mit Mensa–Besuch für Ganztagsschüler/innen
Klasse 1 – 2
(später 3, 4)
Klasse 1 – 2
(später 3, 4)
Klasse 1- 2
(später 3, 4)
   
12.35 Uhr bis 12.40 Uhr
kleine Wechselpause
      Klasse 3 - 4  
12.40 Uhr bis 13.25 Uhr
donnerstags AG Klassen 3 u. 4
      Klasse 3 – 4
Schulschluss
 
13.45 Uhr bis 14.30 Uhr
Nachmittagsangebot bzw. HA-Betreuung
Block 1 Block 1 Block 1    
14.30 Uhr bis 14.45 Uhr
Spielpause
         
14.45 Uhr bis 15.30 Uhr Nachmittagsangebot bzw. HA-Betreuung Block 2

Schulschluss
Block 2

Schulschluss
Block 2

Schulschluss
   

Stand: 2013

Methodische bzw. unterrichtsorganisatorische Schwerpunktsetzungen
Diese waren für das Schuljahr 2010/2011 u.a. die Erarbeitung des schuleigenen Curriculums Deutsch, Mathematik, Werken, Ev. Religion und Kunst. Projektdurchführung: Zirkus.
Pädagogische Leitlinien und deren Umsetzung / Schulprogramm
Sind im Schulprogramm sowie im Leitbild der Schule bereits ausführlich beschrieben.
Fachbereiche
Die Schulleiterrunde des Kooperationsverbundes Zwischenahner Schulen hat ein Gesamtkonzept zu den Regionalen Fachkonferenzen erarbeitet und dieses mit den weiterführenden Schulen besprochen.


Die Grundschulen der Gemeinde Bad Zwischenahn haben sich zu regionalen Konferenzen zum Ziele der gemeinsamen Absprachen über Fächerinhalte und Fächerorganisationen in den Fächern: Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und Englisch mehrmals getroffen und beraten.
Außerunterrichtliche Veranstaltungen

  • Siehe Rundschreiben

Integration themenorientierter Projekte
Zirkus, SU in der Bäckerei, Park der Gärten (Klasse 1,2), Projekt saubere Toiletten an unserer Schule, Energiesparprojekt „Naturstrom“, Inklusion: Vorbereitung Projekt Hören.
Kernzeitbetreuung
Die Schule öffnet um 7.45 Uhr. Der Unterricht endet für Schülerinnen und Schüler normalerweise um 12:35Uhr, donnerstags um 13:25Uhr. In diesem Schuljahr besteht für die Kinder der ersten und zweiten Klassen ein Ganztagsangebot. Dort endet der Unterricht um 15:30Uhr. Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen können an der Hausaufgabenbetreuung täglich bis aus donnerstags bis 13:00Uhr teilnehmen.
Zusätzliche Lernangebote und Fördermaßnahmen
Außer den bereits beschriebenen gibt es momentan keine weiteren Angebote.
Förderung nicht deutschsprachiger Schülerinnen und Schüler
Das Ganztagsangebot, das auch viele Schülerinnen und Schüler nicht deutscher Herkunft wahrnehmen, dient der Integration in besonderem Maße. Es finden zusätzliche Begegnungen in der Mittagspause und den Aktionen am Nachmittag statt.
Ein neues Konzept zur Sprachförderung liegt ebenfalls vor (siehe QMH Teil 5), in dem durch additive Maßnahmen im Sprachbereich und gezielter Förderung von Anfang an, die Integration erleichtert werden sollen.

Extern
Mathe-Nacht: eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium.
Werkstatt-Schreiben: eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium.

Arbeitsgemeinschaften

Intern AGs erstes Halbjahr
Intern AGs zweites Halbjahr

Beteiligung der Schülerinnen und Schüler am Schulleben
(Ausführlicher siehe QMH Teil 5, Prozessbeschreibung)
• Einschulungsfeier
• Weihnachtsfeier am letzten Schultag vor den Ferien.
• Jahresabschlussfeier am letzten Schultag vor den Sommerferien.
• Streitschlichterdienste
• Selbstverwaltung der Schulbücherei
• Selbstverwaltung des Spielehäuschens in den großen Pausen
• Mathematikaufgabe der Woche


Aktualisiert und überarbeitet im Januar 2013
von der Grundschule am Wiesengrund,
Bad Zwischenahn


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