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Hochbegabung fördern: Bitte beachten Sie die Broschüre
des Kultusministeriums Niedersachsen "Begabungen
erkennen und fördern. Kooprerationsverbünde
niedersächsischer Schulen und Kindertageseinrichtungen."
hier zur Download bereit
Mathenacht
im Seminarhaus Nordloh
Mathenacht von 12 bis 12
Das Camp fing am Sonntag, dem 22.
Mai 2011, um 12 Uhr an. Eingeladen waren Kinder aus dem 4.,
5. und 6. Schuljahr der GS Friedrichsfehn, GS Ofen, GS am
Wiesengrund und des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht.
Insgesamt waren wir 30 Kinder.
Zuerst begrüßten wir die Lehrkräfte: Herrn Glasmeier,
Herrn Nagel, Frau Jansen, Frau Müller und Reinhard, den
Leiter des Seminarhauses.
Dann zeigte uns Reinhard einen Raum, von dem man die
Wände anmalen durfte. Gerade als Reinhard uns alles
über den Raum erklären wollte, war das Mittagessen
schon fertig. Zu Mittag gab es Spagetti- Bolognese.
Nach dem Mittagessen hatten wir ein bisschen Freizeit zum
Spielen (Fußball, Basketball,
). Nach ein paar
Minuten spielten wir dann ein mathematisches
Aufwärmspiel mit Zahlen und machten eine Vorstellrunde.
Danach sollten wir eine Aufgabe lösen, auf wie viele
verschiedenen Arten man ein Bett beziehen kann, wenn die
Bettwäsche, das Kopfkissen und das Bettlaken jeweils an
einer Ecke einen Punkt haben. Erst danach planten wir die
Zimmereinteilung.
Alle neun Jungen kamen in ein Zimmer. Die Mädchen
belagerten insgesamt drei Zimmer. Danach bezogen wir
unsere Betten.

Nach der Zimmereinteilung machten
wir im Camp wieder Mathematik, aber nicht in der
Großgruppe sondern in vier kleineren Gruppen, die man
sich selbst aussuchen konnte: Streichhölzer
legen, Zahlenmauern,
Geheimschriften und Zaubertricks mit
der Mathematik. Mathe und Freizeit wechselten sich
ab.
Später durften wir in den Pool, der
nur gefühlte 10 Grad kalt war. Am Abend spielten wir
lange Werwölfe von Düsterwald und
Kettenreaktion. Trotzdem gabs um 08:30
Uhr Frühstück. Nach dem Frühstück hatten wir noch
ganz kurz Freizeit, noch eine Mathe-Runde und noch mal
die Möglichkeit in den Pool zu springen. Das wars,
denn um 12:00 Uhr war das Camp ja zu Ende.
J. Ba., 4b, GSaW
Konzept zur (Hoch-)Begabtenförderung
an der GS am Wiesengrund
(Stand Januar 2009)
Seit dem Schuljahr 2006/07
ist die GS am Wiesengrund eine Schwerpunktschule für
Hochbegabtenförderung. Mit der GS Ofen, der GS
Friedrichsfehn und dem Gymnasium Bad
ZwischenahnEdewecht arbeiten wir im
Kooperationsverbund WST 1 gemeinsam an den Konzepten.
Durch die Teilnahme an diesem Verbund erhält die Schule
vier zusätzliche Lehrerstunden, die zur Förderung bzw.
Betreuung besonders begabter Kinder vorgesehen sind.
Diese Stunden werden von Frau Jansen und Frau Glaubke
erteilt. Die Teilnahme an einer Fordergruppe ist
freiwillig, aber nicht für jedes Kind geeignet. Nach
einer Phase der Beobachtung und Diagnostik wurden Kinder,
die über besondere Begabungen verfügen und besonders
selbstständig und zielorientiert arbeiten können,
ausgewählt.
Die Kinder, die an einer
der Gruppen teilnehmen, müssen sich dazu verpflichten,
den verpassten Unterrichtsstoff
selbstständig nachzuholen und sich nach ihren
Nachholaufgaben erkundigen, was nach unseren Erfahrungen
auch problemlos klappt. Die Arbeitsmotivation ist enorm
und macht ebenso uns Lehrerinnen Spaß. Nicht zuletzt
haben auch die anderen Kinder den Vorteil, dass sie in
einer kleineren Gruppe lernen und üben können.
In diesem Schuljahr 2008/09
stehen den besonders begabten Kindern folgende Projekte
offen:
2. Klassen: Ausbildung
zum "Experten" für die
Karteikartenaufgaben des Mathematikmaterials. Wer die
Prüfungen zum Experten bestanden hat, darf den anderen
Kindern der Klasse diese Prüfungen ebenfalls abnehmen. [seit
September 2008]
3. Klassen: Vorbereitung
auf die Mathematikwettbewerbe
"Känguru der Mathematik" und Mathematik-Olympiade.
Die Kinder, die an der Fordergruppe teilnehmen, werden zu
Lernpartnern für andere Kinder aus den Klassen,
insbesondere kurz vor den Wettbewerben. Denn ab diesem Zeitpunkt steht die
Gruppe allen angemeldeten Kindern offen. [seit September 2008]
4. Klassen: Selbstständige
Planung und Durchführung eines Stationentrainings
zum Thema "Volumen". Einige
Viertklässer/innen bereiten die Stationen vor und
führen das Unterrichtsprojekt in ihrer Klasse durch. Die
Lehrkräfte treten in den Hintergrund und werden zu
Beobachtern. [Bereits im Januar 2009 abgeschlossen]
Jahrgangsübergreifend: Arbeit
mit den KINT-Boxen:
Aus einer größeren Spende konnten Experimentierboxen zu
den Themen "Schwimmen und Sinken", "Ist
Luft nichts?" und "Luft und Luftdruck"
angeschafft werden. Kinder der (Hoch-)Begabtenförderung
haben die Versuche vorbereitet. In Kleingruppen führen
alle Viertklässler/innen mit ihren Patenkindern aus den
ersten Klassen diese Versuche durch und dokumentieren die
Ergebnisse in Protokollen. [seit September 2008]
Projekte aus vergangenen
Schuljahren:
3. Klassen: Üben
von Präsentationsformen - ein
Unterrichtsprojekt nach Klippert/Müller: "Methodenlernen
in der Grundschule";
Anhand des Themas "Mein Lieblingsberuf" üben
die Kinder der Begabtenförderung verschiedene
Präsentationsformen ein. Mithilfe der erstellten
Materialien besprechen sie mit ihren Klassenkamerad/inne/n
Möglichkeiten der Präsentation und führen das Thema
"Berufe in der Zukunft" in ihren Klassen durch.
Aussagekräftige Bilder und Plakate werden erstellt.
[Im Schuljahr 2007/08 durchgeführt]
3./4. Klassen: Forschungsaufgaben
nach Esther Brunner: "Forschendes Lernen"-
Förderung besonders begabter Kinder im differenzierten
Mathematikunterricht;
Die Kinder erhalten besonders komplexe, kniffelige
Forschungsaufgaben zum Thema "Dreieckszahlen"
oder "Zahlenmauern". Sie sollen die Struktur
dieser Aufgaben durch gezielte Aufgabenstellung
herausknobeln und auch eigene Fragestellungen entwickeln.
Die Aufgaben werden in einem "Journal" (normales
Karoheft nur für Forschungsaufgaben) gelöst. Die
Lehrkraft kommentiert regelmäßig schriftlich diese
Lösungen, fragt nach, gibt Tipps...
Diese Methode eignet sich sowohl für die Arbeit in einer
Gruppe als auch für klasseninternen differenzierten
Unterricht. [Erstmalig im Schuljahr 2007/08 durchgeführt]
4. Klassen: Klasseninternes
Methodentraining;
Projektartig wird in Kleingruppen das Erstellen von
"guten" Plakaten besprochen und durchgeführt.
Durch Doppelbesetzung über einen gewissen Zeitrahmen
kann besonders effektiv gearbeitet werden. Das
Präsentieren der erarbeiteten Inhalte üben alle Kinder
der Klasse. [Im Schuljahr 2007/08 durchgeführt]
In
der zweistündigen Afrika-Projekt-Gruppe
arbeiten Dritt- und Viertklässler/innen an kleinen
Unterprojekten zum gemeinsamen Oberthema
Afrika. Dieses Projekt-Thema wurde von den
Kindern selbst vorgeschlagen und die Präsentation
gestalten die Kinder ebenfalls weitestgehend selbst. Frau
Glaubke übernimmt hierbei die Funktion einer Beraterin
und Begleiterin. Gemeinsam werden jedoch zu Beginn Formen
der Informationsbeschaffung und der Präsentation
besprochen. Am Ende des Schuljahres erfolgt eine für
Interessierte offene Präsentation.
[Im Schuljahr 2006/07 durchgeführt]
In
der Känguru-Gruppe bei Frau
Jansen wird für den Mathematik-Wettbewerb Känguru
der Mathematik trainiert, der im März stattfindet.
21 kniffelige mathematische Aufgaben müssen in 75
Minuten gelöst werden. ca. 40 Kinder nehmen pro Jahr
daran teil. Etliche Erwachsene staunen über das Niveau
der Aufgaben, wenn sie diese sehen. In der Zeit vor dem
Wettbewerb wird die Gruppe kurzfristig für alle
angemeldeten Kinder geöffnet. [Auch im Schuljahr 2006/07
und 2007/08 durchgeführt]
N. Jansen, T. Glaubke
Zeitungsartikel in
der nwz Oldenburg vom 07.07.09:Zehn Prozent sind hochbegabt
ZUSAMMENARBEIT
Kooperationsverbund fördert Schülerinnen und
Schüler
Im Kooperationsverbund (hinten, v.l.:) Rolf
Garbin (GS Bad Zwischenahn), Herma Jans-Buse (Gymnasium),
Koordinator Hans-Joachim Müller (GS Ofen),
Hartwig Fortkamp (GS Friedrichsfehn),
Bürgermeister Dr. Arno Schilling, (vorn, v.l.)
Nicole Jansen (GS Bad Zwischenahn), Barbara
Schwarte (GS Ofen), Klaus Friedrich (Gymnasium),
Carola Fröhling (GS Friedrichsfehn) und Renate
Kilian (Gymnasium).
BILD:
HOGELÜCHT
HANS-JOACHIM MÜLLER IST IN DEM VERBUND ALS
KOORDINATOR TÄTIG.
BEGABUNGEN ZEIGTEN SICH STETS IN TEILLEISTUNGEN.
VON HELMUT HOGELÜCHT
BAD ZWISCHENAHN - Es gibt sie in allen Kulturen
und zu allen Zeiten: hochbegabte Menschen. Um
bereits bei Grundschulkindern eine besondere
Begabung zu fördern, gründete sich 2006 im
Ammerland der Kooperationsverbund Hochbegabung,
dem neben dem Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht
(GZE) die Grundschule Am Wiesengrund Bad
Zwischenahn sowie die Grundschulen Friedrichsfehn
und Ofen angehören.
In dem Kooperationsverbund würden insgesamt 2240
Schüler betreut, stellte der Koordinator Hans-Joachim
Müller (Grundschule Ofen) in einem
Pressegespräch im Haus Brandstätter fest. Durch
gemeinsame Konzepte stellten die
Kooperationspartner sicher, dass besondere
Begabungen, die nicht mit Zeugnisnoten überein
gehen müssen, früh erkannt und individuell
gefördert würden.
Auch im Niedersächsischen Schulgesetz werde die
Förderung für hoch begabte Schülerinnen und
Schüler besonders herausgestellt. Gefördert
werden könnten im Schnitt zehn Prozent eines
Schülerjahrgangs. Begabungen, so Müller,
zeigten sich in Teilleistungen, eine
allgemeine Hochbegabung gibt es nicht.
Spezielle Persönlichkeitsmerkmale kennzeichneten
diese Menschen. Dazu zählten unter anderem ein
großer Einfallsreichtum, weit gespannte
Interessen und eine außergewöhnliche
Beharrlichkeit beim Verfolgen interessanter
Probleme, einen schier unstillbaren Wissenshunger
aber auch einen Sinn für hintergründigen Humor,
für Witze und Ironie.
Im Gymnasium beinhalte das Programm der
Begabtenförderung drei fortlaufende
Arbeitsgemeinschaften, ein so genanntes
Pull-out-Projekt, bei dem es keine
festen Termine gebe, so Schulleiter Klaus
Friedrich. Dabei verließen die Teilnehmer für
selbst gewählte Stunden den regulären
Unterricht und arbeiteten während dieser Zeit am
eigenen Projekt.
In den anderen Projekten fänden Blockseminare,
teilweise auch in Kooperation mit den
Grundschulen, als Mathe-Bootcamp,
Mathe von 12 bis 12 oder als
Lese- und Schreibwerkstatt statt.
Auch die Grundschulen setzten vermehrt auf das
Pull-out-Projekt. Für die Zukunft
werde eine engere Zusammenarbeit mit der
Universität Oldenburg angestrebt. Auch Wege, um
förderfähige Haupt- und Realschüler zu
gewinnen, würden gesucht.
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